Psychoanalytische HochschullehrerInnen

In den vergangenen Jahrzehnten hat der Einfluß der Psychoanalyse an den Universitäten und Hochschulen kontinuierlich nachgelassen - aktuell ist die Zahl der Lehrstühle psychologischer Fakultäten, die mit einer/m PsychoanalytikerIn besetzt sind, auf einen einzigen (von ca. 46) geschrumpft: Prof. Dr. Cord Benecke in Kassel. Alle anderen sind mit VerhaltenstherapeutInnen besetzt (davon etwa zwei in Kombination mit Gesprächspsychotherapie). Die Ermächtigungen der Hochschulambulanzen sind bis auf Kassel (VT/TP/AP) und einen weitere Hochschulstandort (Kombination VT/TP) ausschließlich auf VT ausgerichtet! 

Die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV) hat aktuell (2017) eine Liste von HochschullehrerInnen analytischer Herkunft veröffentlicht, die Sie hier einsehen können: www.dpv-psa.de.

An der International Psychoanalytic University Berlin (gGmbH) lehren eine Reihe von PsychoanalytikerInnen, die sich z. T. auch bereits im Ruhestand befinden: www.ipu-berlin.de.

Überraschenderweise finden sich in München an der Ludwig-Maximilians-Universität in der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften vier ProfessorInnen aus verschiedenen Fachbereichen, die sich mit dem Thema Psychoanalyse beschäftigen (Stand: 2/2017):

Insgesamt eine doch recht ernüchternde Bilanz! Ob sich das mit der geplanten Einführung einer Direktausbildung (Approbation am Ende des Psychotherapiestudiums) und anschließender Weiterbildungsmöglichkeit zur/m Fachpsychoherapeutin/en ändern wird muß abgewartet werden.

Im Erweiterten Vorstand der DGPT vertritt Prof. Dr. Silke Wigand-Grefe die Interessen der psychodynamischen HochschullehrerInnen (von denen es nach ihrer Aussage etwa 160 in der Bundesrepublik geben soll).

nach oben


Praxis für Psychoanalyse und Psychotherapie - Dr. Jürgen Thorwart

Startseite I Suche I  Kontakt I Impressum