Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e. V. (DGPT), Berlin

www.dgpt.de

 DGPT

Fachgesellschaft, Berufsgesellschaft und Spitzenverband der Fachgesellschaften DGAP, DGIP, DPG und DPV

(mit ca. 3480 Einzelmitgliedern - Stand 9/2016)

 

Fachgesellschaftsgebundene Institute

Netzwerk Freie Institute für Psychoanalyse und Psychotherapie (NFIP)

Deutsche Gesellschaft für Analytische Psychologie (DGAP)
 4 Institute

Deutsche Gesellschaft für Individualpsychologie (DGIP)
6 Institute

Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPG)
 16 Institute

Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV)
13 Institute

Freie Institute

 

38 Institute

20 Institute (1 Institut im Aufbau)

Gesamtzahl der Institute (Stand 09/2016): 58

Statistische Daten (Stand 31.12.2013)

Zahl der Institutsmitglieder (ohne AKJP):

DGAP: 296 (6%)

DGIP: 332 (7%)

DPG: 857 (18%)

DPV: 1.258 (27%)

Gesamt: 2.743
 
(entspricht 58 % aller Instituts-Mitglieder der DGPT ohne AKJP)

Zahl der Institutsmitglieder (ohne AKJP):

1.930
(entspricht 41 % aller Instituts-Mitglieder der DGPT ohne AKJP)

Zahl der Aus- und WeiterbildungskandidatInnen (ohne AKJP):

DGAP: 81 (3%)

DGIP: 158 (7%)

DPG: 291 (12%)

DPV: 412 (17%)

Gesamt: 942
(entspricht 39 % aller Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen)

Zahl der Aus- und WeiterbildungskandidatInnen (ohne AKJP):

1.435
(entspricht 60 % aller Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen)

Zahl der Institutsmitglieder gesamt (mit AKJP):

5.031

Zahl der Aus-und WeiterbildungsteilnehmerInnen (ohne AKJP) gesamt:

2.377

 

Geschäftsführer

Dr. Felix Hoffman

felix.hoffman@dgpt.de

Justiziarin

RA Birgitta Lochner

birgitta-lochner@dgpt.de

 

Geschäftsstelle

Kurfürstendamm 54/55,
10707 Berlin (Ecke Wielandstraße)

Peggy Bartko

E-Mail:  peggy.bartko (at) dgpt.de

Peggy Bartko

(Jahrestagungen, Veranstaltungen)

peggy.bartko@dgpt.de

Anja Gutte

(Mitglieder- und Gremienbetreuung)

anja.gutte@dgpt.de

Kathrin Auer

(Buchhaltung, Finanzen)

kathrin.auer@dgpt.de

 

Geschäftsführender Vorstand

(Wahl Oktober 2019, Berlin)

Dr. Riese

(Sektion BÄP)

Dr. Rupert Martin
DPV

(Stellvertretender Vorsitzender-incoming)

Georg Schäfer
NFIP

(Vorsitzender)

Dr. Ingrid Möslein-Teising
DPV

(Stellvertretender Vorsitzende-outgoing)

Unbesetzt

(Sektion BPP)

 

Erweiterter Vorstand

GV (siehe oben)

Vorsitzender Länderrat: Dr. Bruno Waldvogel

Vorsitzender Beirat: Dr. Joachim Grefe

Vorsitzende der Fachgesellschaften:

Klaus Grabska/DPG (EV-Vertreter: Dr. Beate Blank-Knaut)

Maria Johne/DPV

Dr. med. Annette Berthold-Brecht/DGAP

Dr. med. Hanna Marx/DGIP (EV-Vertreter: Reiner Winterboer)

Sprecher des NFIP:

Dr. Jürgen Thorwart/M

Sprecher der nichtärztlichen, nichtpsychologischen Mitglieder: Dr. Georg Gfäller

 

Weitere Gremien  

Länderrat

Vorsitz: Dr. Bruno Waldvogel

Stellvertretung: Dr. Gabriele Friedrich-Meyer

16 Landesverbände

(Bayern: BBP-DGPT)

Beirat

Vorsitz: Dr. Joachim Grefe

Stellvertretung: Bettina Mudrich/IPD

gewählte Delegierte der Institute (57)
Vertreter Fachgesellschaften
weitere Vereinigungen
Bundeskandidatenvertreter-*innen
Landesverbände
Gäste

MV

Sektion
Ärztliche PsychoanalytikerInnen

(BÄP)

Vorsitz:  Ärztin Sabine Riese

Sektion
Psychologische PsychoanalytikerInnen

(BPP)

Vorsitz: unbesetzt

Stellvertreter: Dr. Paul Dohmen

Die Freien Institute in der DGPT - Überblick

Freie Institute (20)

Netzwerk Freie Institute für Psychoanalyse und Psychotherapie (ab 3/2017)

(nach Postleitzahlen/Orten)

Leipzig (SPP)

Halle (MIP)

Jena (IPP)

Berlin (APB)

Berlin (BIPP)

Berlin (IfP)

Rostock (IPPMV)

Hamburg (APH)

Kiel (JRI)

Bremen (B)

Düsseldorf (IPD)

Köln (IPR)

Mainz (WePP)

Heidelberg (Hd)

Stuttgart (PS)

Freiburg (Uni)

Nürnberg (PIN) - im Aufbau ab 2013-

München (M)

München (MAP)

Würzburg (W)

 

SprecherInnen des NFIP

(Wahl durch die Delegierten der Freien Institute - Berlin 9/2019)

Stellvertretende Sprecherin

Dipl.-Psych. Bettina Mudrich

Düsseldorf (IPD)

1. Sprecher

Dr. Jürgen Thorwart

München (M)

Stellvertretender Sprecher

Facharzt Christian Warrlich

Bremen (B)

KandidatensprecherInnen des NFIP

(Wahlen im Rahmen der Arbeitstagung Nürnberg 2/2017 und Bremen 4/2018)

Dipl.-Psych. Hannah Metz (PIN)

Dipl.-Psych. Carolin Hansen (APB)

 

 Fachveranstaltungen (aktuelle)

Wissenschaftliche Arbeitstagungen

14. Arbeitstagung: 8.-10.05.2015 in Würzburg (W): GEMEINSAM?! Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

15. Arbeitstagung: 22.-23.04.2016 in Kiel (JRI): Supervision

16. Arbeitstagung: 10.-12.02.2017 in Nürnberg (PIN): Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

17. Arbeitstagung: 20.-22.04.2018 in Bremen (B): Selbsterfahrung(en)

18. Arbeitstagung: 15.-17.03.2019 in Stuttgart (PS: Deutung(en)

19. Arbeitstagung: 15.-17.05.2020 in Leipzig (SPP: Zwischenräume (abgesagt)

19. Arbeitstagung: 11.-13.06.2020 in Leipzig (SPP: Zwischenräume

 

Überregionale Fallseminare

2. Fallseminar: 19.06.2010: Stuttgart (PS)

3. Fallseminar: 25.06.2011: Köln (IRP-PA)

4. Fallseminar: 10.03.2012: Bremen (B)

5. Fallseminar: 26.10.2013: Würzburg (W)

6. Fallseminar: 25.10.2013: Düsseldorf (IPD)

7. Fallseminar: 17.10.2015: Heidelberg (Hd)

8. Fallseminar: 15.10.2016 Berlin (BIPP/APB)

9. Fallseminar: 25.11.2017 Mainz (WePP)

10. Fallseminar: 24.11.2018 München (M/MAP)

11. Fallseminar: 18.05.2019 Kiel (JRI)

 

 Sitzungen der Delegierten der Freien Institute

Sitzung im Rahmen der
Berufspolitischen Seminare der DGPT/Hannover (jährlich)

BPS Februar 2011

BPS Februar 2012

BPS Februar 2013

BPS Februar 2014 (Kassel)

BPS Februar 2015 (Berlin)

BPS Februar 2016 (Berlin)

a.o. MV (Satzung TP) Februar 2017 (Berlin)

BPS Februar 2018 (Berlin)

BPS März 2019 (Berlin)

Sitzung im Rahmen der
DGPT-Jahrestagungen (jährlich)

62. Jahrestagung Halle: 09/2011

63. Jahrestagung Lindau: 09/2012

64. Jahrestagung: Berlin 09/2013

65. Jahrestagung: Lindau 09/2014

66. Jahrestagung: Berlin 10/2015

67. Jahrestagung: Berlin 9/2016

68. Jahrestagung: Berlin 9/2017

69. Jahrestagung: Weimar 9/2018

70. Jahrestagung: Würzburg 9/2019

Sitzung im Rahmen der
Wissenschaftlichen Arbeitstagungen der Freien Institute (jährlich)

(siehe oben)

Konferenz der Freien Institute

(offen für alle interessierten Institutsmitglieder)

1. Konferenz (konstituierende Sitzung): Lindau  - 61. Jahrestagung der DGPT (2010)

2. Konferenz: Hamburg (APH) - 10. Arbeitstagung der Freien Institute (2011)

3. Konferenz: Rostock (IPPMV) - 11. Arbeitstagung der Freien Institute (2012)

4. Konferenz: München (M & MAP) - 12. Arbeitstagung der Freien Institute (2013)

5. Konferenz: Berlin - 64. Jahrestagung der DGPT (2013)

6. Konferenz: Berlin (APB) - 13. Arbeitstagung der Freien Institute (2014)

7. Konferenz: Lindau - 65. Jahrestagung der DGPT (2014)

8. Konferenz: Würzburg (W) - 14. Arbeitstagung der Freien Institute (2015)

9. Konferenz: Kiel (JRI) - 15. Arbeitstagung der Freien Institute (2016)

10. Konferenz: Nürnberg (PIN) - 16. Arbeitstagung der Freien Institute (2017)

11. Konferenz: Bremen (B) - 17. Arbeitstagung der Freien Institute (2018)

12. Konferenz: Stuttgart (PS) - 18. Arbeitstagung der Freien Institute (2019)

13. Konferenz: Leipzig (SPP) - 19. Arbeitstagung der Freien Institute (2020)

 

Die Freien Institute in der DGPT

(www.DGPT.de/Die Gesellschaft/Fachgesellschaften und Freie Institute/Freie Institute in der DGPT)

Die Freien Institute

Die Freien Institute verstehen sich als eine Arbeitsgemeinschaft von jeweils eigenständigen Aus- und Weiterbildungsinstituten: Sie organisieren und strukturieren sowohl die psychoanalytische Ausbildung nach den Aus- und Weiterbildungsrichtlinien der DGPT als auch ihren Auftrag zur Pflege, Weiterentwicklung und Verbreitung der Psychoanalyse dezentral. Mit etwa der Hälfte der DGPT-Mitglieder stellen die derzeit 21 Freien Institute (von insgesamt 57 DGPT-Instituten; Stand: 9/2019) hinsichtlich der Zahl der ihnen angehörenden DGPT-Mitglieder die größte Gruppierung innerhalb der DGPT dar.

Nach jahrelangen kontroversen Diskussionen innerhalb der Institute und in der DGPT haben die Freien Institute 2017 beschlossen, sich zu einem Netzwerk zusammenzuschließen:

Netzwerk Freie Institute für Psychotherapie und Psychoanalyse (NFIP)

Bei der Gründungsversammlung am 27.01.2018 in Würzburg soll eine Geschäftsordnung und ein Logo verabschiedet werden. Die (dann frühere) Vorsitzende der DGPT, Beate Unruh (MAP), wird aus diesem Anlaß einen Vortrag zum Thema "Konflikt zwischen Anspruch und Realität in der Ausbildung und Behandlungspraxis (Arbeitstitel)" halten.

Nach turbulenten Diskussionen innerhalb des NFIP und mit dem Geschäftsführenden Vorstand der DGPT (ab Herbst 2017 mit der Vorsitzenden I. Moeslein-Teising ) hat sich das NFIP entschieden, keinen eigenen Verein zu gründen und auch nicht das Angebot von Seiten des Vorstands zur Bildung eines Arbeitskreises, wie ihn die Satzung der DGPT ermöglich (§ 6), anzunehmen. Herr König (IPR) gab schließlich den Anstoß, die Satzung der DGPT dahingehend zu verändern, daß das NFIP dort einen eigenen Platz erhält.

In mehreren Gesprächen mit dem Geschäftsführenden und Erweiterten Vorstand der DGPT und mit der Justitiarin, Frau Lochner, hat sich bis zur Mitgliederversammlung 2019 folgender Satzungsentwurf herauskristallisiert:

§ 8 Netzwerk Freie Institute für Psychoanalyse und Psychotherapie (NFIP)

Das Netzwerk setzt sich aus den von der DGPT anerkannten Instituten zusammen, die keiner der in § 9 Abs. 1 (alt: § 8 Abs. 1) benannten Fachgesellschaften angehören. Das NFIP vertritt und koordiniert die Interessen dieser Institute und innerhalb der DGPT.

Das Netzwerk gibt sich eine Geschäftsordnung und entsendet einen Vertreter / eine Vertreterin in den Erweiterten Vorstand (neu: § 12) sowie in den Beirat (neu: §13)

Diese Satzungsänderung wurde am 27.09.19 in der Mitgliederversammlung (im Rahmen der 70. Jahrestagung der DGPT: "Generativität") mit überwältigender Mehrheit bei drei Enthaltungen beschlossen und mit großem Applaus der mehr als 250 DGPT-Mitglieder begrüßt!

Parallel wurde von den Mitgliedern der früheren Arbeitskreise AK Struktur, AK Satzung - jetzt AK Geschäftsordnung ein Entwurf der künftigen Geschäftsordnung erarbeitet und fortlaufend mit der AG NFIP abgestimmt. Die Verabschiedung der DGPT ist für die AG NFIP  bei der 19. Arbeitstagung des NFIP in Leipzig 2020 geplant.

Sächsisches Institut für Psychoanalyse und
Psychotherapie - Therese Benedek e. V. (Leipzig)

SPP

Mitteldeutsches Institut für
Psychoanalyse Halle [Saale] e. V.

MIP

Institut für Psychoanalyse und analytische
Psychotherapie Würzburg e. V.

WIPP

Institut für Psychotherapie und angewandte
Psychoanalyse (e. V.) [Jena]

IPPJ

Institut für Psychodynamische
Psychotherapie Nürnberg e.V. - im Aufbau -

PIN

Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie Berlin (A.P.B) e. V.

APB

Freie Institute

in der

Netzwerk Freie Institute für Psychoanalyse und Psychotherapie

Vorsitzende & Delegierte

SprecherInnen & Kandidatenvertretung

Organigramm

Münchner Arbeitsgemeinschaft für
Psychoanalyse e. V.

MAP

Berliner Institut für Psychotherapie
und Psychoanalyse e. V.

BIPP

Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie e. V. München

M

Institut für Psychotherapie e.V. Berlin

IfP

Aus- und Weiterbildungsinstitut für Psychoanalytische und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Universitätsklinik Freiburg

Uni

Adolf-Ernst-Meyer-Institut für
Psychotherapie

AEMI

Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse
Mecklenburg Vorpommern e. V. (Rostock)

IPPMV

Psychoanalytisches Institut Stuttgart e. V.

PS

Arbeitsgemeinschaft für integrative Psychoanalyse,
Psychotherapie und Psychosomatik Hamburg e. V.

APH

Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie
Heidelberg-Mannheim e. V.

Hd

John-Rittmeister-Institut für Psychoanalyse,
Psychotherapie und Psychosomatik
Schleswig-Holstein e. V. (Kiel)

JRI

Institut für Psychoanalyse und
 Psychotherapie im Rheinland e. V.

IPR

Psychoanalytisches Institut Bremen e. V.

B

Weiterbildungsstudiengang Psychodynamische
Psychotherapie der Johannes Gutenberg
 Universität Mainz an der Klinik für Psychosomatische
 Medizin und Psychotherapie

WePP

Institut für Psychoanalyse und
Psychotherapie Düsseldorf e. V.

IPD

Analytische Haltung

Grundlegend für die Freien Institute ist das psychoanalytische Denken über verschiedene Schulen, Strömungen und psychoanalytische Denkansätze hinweg. In diesem Sinne stehen weniger Settingfragen im Vordergrund der psychoanalytischen Tätigkeit als vielmehr Fragen der psychoanalytischen Haltung auf dem Hintergrund der Versorgungsrealität. Dieses beinhaltet allerdings immer auch die Reflexion des Rahmens als bedeutender Parameter einer Behandlung. Dabei darf nicht übersehen werden, dass Psychoanalyse mehr ist als ein psychotherapeutisches Behandlungsverfahren. Neben der Erforschung unbewußter seelischer Prozesse (im Sinne der Metapsychologie) und ihrer Anwendung im Bereich anthropologisch-kultureller und gesellschaftspolitischer Prozesse ist sie nicht zuletzt auch einer selbstkritischen Reflexion verpflichtet: Als Beispiel sei auf die sich gegenwärtig verstärkende Tendenz einer Medizinalisierung und Rationierung des Gesundheitswesens in Deutschland und der daraus resultierenden Veränderungen der Psychoanalyse durch das vertragsärztliche System hingewiesen.

Zur Geschichte

Die Geschichte der Freien Institute beginnt nach dem Krieg und ist in besonderer Weise mit der Geschichte der DGPT verwurzelt. Das 1946 in München von Scherke und Steger gegründete 'Institut für Psychologische Forschung und Psychotherapie', die heutige Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie in München (M) stand mit dem von Schultz-Hencke und Kemper gegründeten 'Institut für Psychopathologie und Psychotherapie' in Berlin in Konkurrenz um die Rechtsnachfolge des früheren 'Reichsinstituts' ('Deutsches Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie', Leitung: M. H. Göring) und dessen finanzielle Mittel. Die beiden Institute in Berlin und München sowie das Stuttgarter Institut waren 1949, zusammen mit der einzigen damals existierenden Fachgesellschaft (DPG) sowie einzelnen PsychoanalytikerInnen und Gruppen in verschiedenen Städten der Bundesrepublik, an der Gründung der damaligen 'Deutschen Gesellschaft für Psychotherapie und Tiefenpsychologie' beteiligt. Die DGPT verstand sich zu diesem Zeitpunkt vor allem als Interessengemeinschaft psychoanalytisch arbeitender KollegInnen und Basis für einen Neubeginn der Psychoanalyse in Deutschland nach der Vertreibung und Korrumpierung der Psychoanalyse im "Dritten Reich". Neue Institute entstanden aus der DGPT heraus, so beispielsweise das Kölner Institut (IRP-PA). Aus unterschiedlichen (historischen, institutionellen und personellen) Gründen haben sich eine Reihe dieser neugegründeten Institute, einschließlich der bereits vor der Gründung der DGPT bestehenden Institute München/M und Stuttgart/S, nicht der DPG oder einer der sich später etablierenden Fachgesellschaften angeschlossen. Im Zuge der weiteren Entwicklung wurden diese dann als "nicht-fachgesellschaftsgebundene Institute" bezeichnet während sich weitere Fachgesellschaften (DPV, DGAP, DGIP) unter dem Dach der DGPT versammelten.

Nach dem Beitritt der neuen Bundesländer (1990) wurden die dort in Berlin/APB, Jena/IPP, Halle/MIP, Leipzig/SPP, Magdeburg/IPM (seit 2007 anerkanntes Ausbildungsinstitut der DPG) und Rostock/IPPMV gegründeten Institute von der DGPT anerkannt und gehören seither der Gruppe der Freien Institute in der DGPT an. Derzeit existieren 17 Freie Institute – von insgesamt 55 Instituten in der DGPT (Stand 2012).

Entwicklung gemeinsamer Strukturen

Intensive Bemühungen um die Zusammenarbeit der Freien Institute in der DGPT begannen zur Jahrtausendwende (1999): Die Sprecher der Freien Institute, Wolfgang Holitzner (Berlin/BIPP) und Erich Limmer (Würzburg/W) waren sich damals im Unklaren darüber, welche berufspolitischen Positionen sie für die Gruppe der Freien Institute im Erweiterten Vorstand der DGPT vertreten sollten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten verschiedene Institute jeweils eigene Positionen vertreten, so aber kaum größeren berufspolitischen Einfluß gewinnen können. Die Sprecher beriefen daher eine Arbeitsgruppe der BeiratsvertreterInnen der Freien Institute mit dem Ziel ein, gemeinsame Positionen zu finden, abzusprechen und in die Entscheidungsgremien der DGPT einzubringen.

Diese erste Arbeitsgruppe der BeiratsvertreterInnen fand großen Anklang. Dadurch ermutigt planten die beiden Sprecher eine Arbeitstagung der Freien Institute, um einen intensiveren berufspolitischen und fachlichen Austausch zu ermöglichen. Im März des Jahres 2001 fand die 1. Tagung im Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP) statt. In der Folge der Diskussionen zu dieser Tagung formulierte Heribert Knott (Stuttgart/S) einen bis heute bedeutsamen Vorschlag: Die Gründung institutsübergreifender Supervisions- bzw. Intervisionsgruppen für LehranalytikerInnen der Freien Institute. Damit sollte ein Rahmen für die intensive Auseinandersetzung mit den in Lehranalysen auftretenden Problemen geschaffen werden, den es in den Fachgesellschaften schon länger gab. Um institutsinterne Vermischungen und Verwicklungen bei der Diskussion spezifischer Fragen der Lehranalyse und der Beurteilung der Arbeit von LehranalysandInnen zu vermeiden, kann nur jeweils ein Mitglied eines Freien Instituts an einer Gruppe teilnehmen. Der Vorschlag traf auf großes Interesse bei den LehranalytikerInnen der Freien Institute, so daß sich in der Folge eine Reihe von Intervisionsgruppen bildete, die teilweise bis heute arbeiten. Auf den jährlich stattfindenden Arbeitstagungen finden sich regelmäßig InteressentInnen zu Intervisionsgruppen zusammen – in der Zwischenzeit entstanden auch Intervisionsgruppen für PsychoanalytikerInnen ohne Lehranalytikerstatus. Eine weitere sich kontinuierlich treffende Arbeitsgruppe diskutiert Konzepte tiefenpsychologisch fundierter Behandlungen.

Auch berufspolitisch wurden verschiedene Projekte verfolgt: So erarbeitete eine 2005 einberufene Arbeitsgruppe Empfehlungen zur Qualifikation und zum Berufungsverfahren von LehranalytikerInnen und SupervisorInnen der Freien Institute in der DGPT. Auf der 9. Arbeitstagung der Freien Institute (Heidelberg 2010) wurde die 'Konferenz der Freien Institute' gegründet. Sie stellt ein Forum für alle Mitglieder der Freien Institute dar, die an fachlichen, strukturellen und berufspolitischen Fragen interessiert sind.

Konferenz der Freien Institute

Zum Verhältnis von Struktur und Autonomie

Das Spannungsverhältnis zwischen dem autonomen Status der einzelnen Freien Institute einerseits und der Notwendigkeit der Entwicklung verbindlicher Strukturen und institutsübergreifender fachlicher sowie berufspolitischer Positionen andererseits bestimmt die Zusammenarbeit der Freien Institute seit nunmehr vielen Jahren. Das zugrundeliegende Motto lautet: Soviel Autonomie und Individualität wie möglich, soviel Struktur und Gemeinsamkeit wie nötig. Die besondere Form der Zusammenarbeit der Freien Institute mit einer lockeren organisatorischen Struktur erfordert eine besondere Dialogkultur zwischen den Instituten. Zugleich gehen von ihnen Anregungen und Initiativen für das Dialogische im psychoanalytischen Diskurs und in der berufspolitischen Auseinandersetzung aus. Bei allen unterschiedlichen theoretischen und klinischen Sichtweisen gibt es unter den Freien Instituten in der DGPT ein großes Bemühen um Freiheit und Offenheit in der fachlichen Auseinandersetzung, so etwa mit Fragen der psychoanalytischen Technik oder der psychoanalytischen Haltung. Andere Denkansätze sind wertgeschätzt, jedoch ohne daß mit der offenen und flexiblen Herangehensweise psychoanalytische Grundhaltungen in Frage gestellt würden. Durch die dezentralen und an den Aus- und Weiterbildungsrichtlinien der DGPT orientierten Strukturen der Ausbildungsinstitute kann in besonderer Weise auf die Methodenvielfalt der Psychoanalyse und auf die individuellen, persönlichkeitsspezifischen Fähigkeiten und Kompetenzen der Aus- und WeiterbildungskandidatInnen eingegangen werden.

Fortbildung für Mitglieder und Aus- und Weiterbildungsangebote der Freien Institute

Ausdruck der Bemühungen um Zusammenarbeit und Dialog sind die seit 2001 jährlich stattfindenden Arbeitstagungen der Freien Institute zu aktuellen Fragen der Psychoanalyse (z. B. Behandlungstechnik, Kulturtheorie, Berufspolitik). Seit 2009 findet daneben jährlich ein Fallseminar in wechselnden Instituten statt, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Dort diskutieren Mitglieder der Freien Institute anhand einer Fallvorstellung über ihre analytische Arbeit. Bereits seit vielen Jahren bestehen auch überregionale Intervisionsgruppen für LehranalytikerInnen - zur Sicherstellung der hier notwendigen Vertraulichkeit gegenüber den LehranalysandInnen - aus jeweils verschiedenen Freien Instituten.

Fallseminare & Arbeitstagungen

Überregionale Intervisionsgruppen (LehranalytikerInnen)

Bedeutsam für viele Freie Institute ist die Zusammenarbeit mit den Kinder- und JugendlichenpsychoanalytikerInnen und deren berufspolitischer Vertretung und Fachgesellschaft, der Vereinigung der Analytischen Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (VAKJP). Die überwiegende Mehrzahl der Kinder- und JugendlichenpsychoanalytikerInnen wurde und wird in den Freien Instituten ausgebildet – mittlerweile zunehmend in "common-trunk-Modellen", d. h. in teilweise gemeinsamer Ausbildung von Erwachsenen- und Kinder- und JugendlichenanalytikerInnen in Seminaren und kasuistisch-technischen Seminaren.

Die in den Instituten stattfindenden Aus- und Weiterbildungsangebote (insbesondere analytische Psychotherapie und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche, Gruppenanalyse, Weiterbildungen für ÄrztInnen im Rahmen des Zusatztitels) beinhalten den Erwerb des jeweils spezifisch notwendigen theoretischen Wissen und der entsprechenden behandlungstechnischen Fertigkeiten. Dabei stehen die verschiedenen psychoanalytischen Verfahren qualitativ gleichwertig und in fruchtbarem Austausch nebeneinander.


- Frühere Version -

Weitere Informationen über

-  die historischen Entwicklungslinien der DGPT und die Geschichte der Freien Institute,

die Entwicklung gemeinsamer Strukturen,

-  über Fortbildung für Mitglieder und Aus- und Weiterbildungsangebote,

-  die SprecherInnen der Freien Instituten im Erweiterten Vorstand der DGPT

-  die Vertreter der Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen der Freien Institut in der DGPT

erhalten Sie bei den jeweiligen Links.

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