Lexikon zur Berufspolitik: Abkürzungen, Institutionen & Fachbegriffe (im Aufbau!)

Die Zahl der Institutionen, Bezeichnungen und Abkürzungen im Bereich des Gesundheitswesens (hier speziell der Psychotherapie) ist zwischenzeitlich so umfangreich geworden, daß auch ExpertInnen den Überblick verlieren können. Daher hier der Versuch einen systematischen Überblick zu geben.

Zur Systematik: Die Einträge sind alphabetisch sortiert - bezogen auf die Abkürzungen; Umlaute wie 'Ä' sind unter 'AE' eingeordnet). Der erste Teil des jeweiligen Buchstabens beinhaltet einschlägige Organisationen (ohne Anspruch auf Vollzähligkeit und Aktualität), der zweite Teil wichtige Begriffe der Berufspolitik.

Anmerkung 1: Da ich u. a. auf das nützliche "Kleine Lexikon für psychotherapeutische Laien" des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten e.V. (www.bvvp.de) zurückgegriffen habe, ist diese Quelle bei den Beiträgen jeweils genannt, wenn sie weitgehend übernommen wurden.

Anmerkung 2: Am Ende des Lexikons habe ich das Glossar aus dem Bundesmantelvertrag (BMV-Ä, Stand 1.10.2013)  wiedergegeben. Der vorliegende BMV-Ä führt die bisher gültigen Bundesmantelverträge mit den Primär- und Ersatzkassen (BMV-Ä und BMV-Ä/EKV) zusammen. Damit gibt es nunmehr nur noch einen Vertrag, der die Rahmenbedingungen der vertragsärztlichen Versorgung regelt. Er ist bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter Rechtsquellen/Mantelvertrag zu finden

Anmerkung 3: Für den Bereich der Telematik habe ich die entsprechenden Einzelbegriffe unter dem Buchstaben T(elematik) zusammengefaßt.

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Quelle

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AÄGP

Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie

 

AGHPT

Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie (Gründung 2010). Ihr gehören folgende Verbände an: Deutsche Vereinigung für Gestalttherapie (DVG), Deutsche Gesellschaft für Körperpsychotherapie (DGK), Deutsche Gesellschaft für Transaktionsanalyse (DGTA), Deutsche Psychologische Gesellschaft für Gesprächspsychotherapie (DPGG), Deutscher Dachverband Gestalttherapie für approbierte Psychotherapeuten (DDGAP), Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse in Deutschland (GLED), Deutsche Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse (DGLE), Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG), Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im BDP (VPP BDP), Deutscher Fachverband für Psychodrama (DFP) und Deutsche Gesellschaft für integrative Therapie, Gestalttherapie und Kreativitätsförderung (DGIK)

bvvp

AGPF

Arbeitsgemeinschaft Psychotherapeutischer Fachverbände - Zusammenschluß von Verbänden der früheren Erstattungspsychologen (AGPT)

bvvp

AGPT

Arbeitsgemeinschaft Psychotherapie - Zusammenschluß der Verbände der früheren Erstattungspsychologen (AGPF, BDP, DFT, DGPs, DGVT, DPTV, GNP, GwG, VPP). Sie vertritt deren gemeinsame Interessen. Diese Verbände werden im Zuge der Integration der Erstattungspsychologen in die GKV im Verlauf des Jahres 1999 zunehmend Richtlinientherapeuten als Mitglieder haben (AGR)

bvvp

AGR

Arbeitsgemeinschaft der Psychotherapeutenverbände in der Gesetzlichen Krankenversicherung, Richtlinienverbände. Die AGR ist eine Arbeitsgemeinschaft solcher Richtlinienverbände, in denen - ausschließlich oder auch - Psychologische Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten organisiert sind (zur Zeit bvvp,DGAP, DGAPT,DGIP, DGPT, DPG, DPV, DVT, VAKJP, Vereinigung, VIVT). Die AGR vertritt gemeinsame Interessen von PP und KJP, die nach der Psychotherapie-Richtlinie ausgebildet und niedergelassen sind (AGPT)

bvvp

AVM

Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation

bvvp

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Add-on-Vertrag

Ergänzender Selektivvertrag

 

AKJP

Analytische/r Kinder- und JugendlichenspsychotherapeutIn (KinderanalytikerInnen KJP)

 

ÄP

Ärztliche/r PsychotherapeutIn

 

ÄrztInnen
(ausschließlich psychotherapeutisch tätige)

Überwiegend oder ausschließlich psychotherapeutisch tätige ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen bilden eine Arztgruppe im Sinne § 101 Absatzes 2 SGB V. Bis Ende 2013 können sich überwiegend oder ausschließlich psychotherapeutisch tätige ÄrztInnen auch in überversorgten Gebieten niederlassen (bis zu einem Versorgungsanteil von 25 %, bei ausschließlich psychotherapeutischer Versorgung von Kindern und Jugendlichen 20 %)  ÄrztInnen (überwiegend psychotherapeutisch tätige) ÄP

 

ÄrztInnen
(überwiegend psychotherapeutisch tätige)

Überwiegend oder ausschließlich psychotherapeutisch tätige ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen bilden eine Arztgruppe im Sinne § 101 Absatzes 2 SGB V. Überwiegend psychotherapeutisch tätige ÄrztInnen werden in der Versorgung mit dem Faktor 0,7 berücksichtigt. Bis Ende 2013 können sich überwiegend oder ausschließlich psychotherapeutisch tätige ÄrztInnen auch in überversorgten Gebieten niederlassen (bis zu einem Versorgungsanteil von 25 %, bei ausschließlich psychotherapeutischer Versorgung von Kindern und Jugendlichen 20 %)  ÄrztInnen (ausschließlich psychotherapeutisch tätige) ÄP

 

Allgemeine Fachärztliche Versorgung

Einer von 4 Versorgungsbereichen der Bedarfsplanung. Räumliche Zuordnung/Einzugsbereich: Kreise (typisiert nach Mitversorgung in fünf Kreistypen). Arztgruppen: AugenärztInnen, ChirurgInnen, FrauenärztInnen, HautärztInnen, HNO-ÄrztInnen, KinderärztInnen, NervenärztInnen, OrthopädInnen, PsychotherapeutInnen, Urologen (siehe auch: Versorgung)

 

Anwendungsformen
(von Psychotherapie/GKV)

Psychotherapie im Rahmen der ●Psychotherapie-Richtlinie (§ 18: Anwendungsformen) kann in folgenden Formen Anwendung finden:

1. Einzeltherapie bei Erwachsenen:

Anwendung der unter § 13 und § 21 genannten Behandlungsformen bei der Behandlung einer einzelnen oder eines einzelnen Kranken.

2. Behandlung von Erwachsenen in Gruppen:

Anwendung der unter § 13 genannten Verfahren, sofern die Interaktion zwischen mehreren Kranken therapeutisch erforderlich ist und die gruppendynamischen Prozesse entsprechend genutzt werden.

3. Einzeltherapie bei Kindern und Jugendlichen:

Anwendung der unter § 13 und § 21 genannten Verfahren unter Berücksichtigung der altersspezifischen Bedingungen, ggf. unter Einbeziehung von Bezugspersonen aus dem engeren Umfeld.

4. Behandlung von Kindern und Jugendlichen in Gruppen: Anwendung der unter § 13 genannten Verfahren unter Berücksichtigung der altersspezifischen Bedingungen und unter Nutzung gruppendynamischer Prozesse bei der Behandlung mehrerer Kinder, ggf. unter Einbeziehung von Bezugspersonen aus dem engeren Umfeld.

5. Behandlung von Kranken in Gruppen:

Bei der Behandlung von Kranken in Gruppen soll die Größe der Gruppe bei

1. psychoanalytisch begründeten Verfahren 6 bis 9

2. der Verhaltenstherapie 2 bis 9

3. den übenden Interventionen 2 bis 10

Kranke umfassen.

 

AP

Analytische Psychotherapie: Richtlinienverfahren (TfP,VT)

Definition in der Psychotherapie-Richtlinie (§ 14b):

"Die analytische Psychotherapie umfasst jene Therapieformen, die zusammen mit der neurotischen Symptomatik den neurotischen Konfliktstoff und die zugrunde liegende neurotische Struktur der Patientin oder des Patienten behandeln und dabei das therapeutische Geschehen mit Hilfe der Übertragungs-, Gegenübertragungs- und Widerstandsanalyse unter Nutzung regressiver Prozesse in Gang setzen und fördern."

 

Approbation

Staatliche Zulassung (lat. approbare: billigen, genehmigen, anerkennen); berufsrechtliche Voraussetzung zur Ausübung der heilkundlichen Psychotherapie im Sinne des PTG ; geregelt in PsychTh-APrV und KJPsychTh-APrV

 

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BÄK

Bundesärztekammer

 

BÄP

Berufsverband der Ärztlichen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker in der DGPT

 

BAG

Berufsverband der approbierten Gruppenpsychotherapeuten

 

BAG

Bundesarbeitsgemeinschaft der Verbände staatlich anerkannter Ausbildungsinstitute für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten; Geschäftsstelle (2015) dvt Münster; www.bag-psychotherapie.de

 

BBP

Berufsverband Bayerischer Psychoanalytiker, Landesverband der DGPT

 

BDN

Berufsverband Deutscher Neurologen (SPiZ)

 

BDP

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (VPP)

 

bdpm

Berufsverband Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (BDPM) e.V. Mitglied im Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa)

 

BKJ

Berufsverband der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und

Jugendlichenpsychotherapeuten

 

BKJPP

Berufsverband für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und -psychotherapie, Mitglied im Spitzenverband ZNS (●SPiZ)

 

BMG

Bundesministerium für Gesundheit

 

BPtK

Bundespsychotherapeutenkammer - Arbeitsgemeinschaft der Landespsychotherapeutenkammern (analog BÄK)

bvvp

BPM

Berufsverband der Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin Deutschlands

 

BPP

Berufsverband der Psychologischen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker in der DGPT

 

BVDN

Berufsverband Deutscher Nervenärzte, Mitglied im Spitzenverband ZNS (●SPiZ)

 

BVDP

Berufsverband Deutscher Psychiater, Mitglied im Spitzenverband ZNS (●SPiZ)

 

BVKJ

Bundesvereinigung Verhaltenstherapie im Kindes- und Jugendalter

 

BVKP

Bundesverband der KlinikpsychotherapeutInnen

 

bvvp

Bundesverband der VertragspsychotherapeutInnen. Der bvvp ist derzeit mitgliederstärkster Richtlinienpsychotherapeutenverband Deutschlands. Niedergelassene Richtlinienpsychotherapeuten (Vertragspsychotherapeuten) aller sozialrechtlich zugelassen Grundberufe (ÄrztInnen, PP und KJP) und Ausbildungsrichtungen (AP, TfP, VT) können Mitglied in seinen 17 Landesverbänden werden. Der Verband vertritt integrativ und gleichberechtigt die berufspolitischen Interessen dieser Gruppen (AGR)

bvvp

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B. A.

Bachelor of Arts. Studienabschluß in Sozial-, Sprach-, Kultur-, Informations- und Wirtschaftswissenschaften. (M. A. M. Sc.)

wikipedia

B. Sc.

Bachelor of Science. Studienabschluß in Natur-, Human-, Ingenieur-, Wirtschafts-, Ingenieurswissenschaften sowie in Mathematik und (in aller Regel) Informatik. (M. A. M. Sc.)

wikipedia

BAG

Berufsausübungsgemeinschaft

 

BAR

Bundesarztregister

 

Bedarfsplanung

Die Bedarfsplanung stellt den Stand der vertragsärztlichen Versorgung dar und dient u. a. als Grundlage für die Entscheidungen der Landesausschüsse (ÄrztInnen und Krankenkassen) und als Ausgangspunkt für Sicherstellungsmaßnahmen (so etwa die Vermeidung von Unter- aber auch Überversorgung). Die Inhalte des Bedarfsplans sind in der Bedarfsplanungs-Richtlinie und in der Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV) definiert. Der Bedarfsplan gliedert sich in drei Teile: Teil 1 beschreibt die regionale Versorgungssituation, Teil 2 enthält Informationen zu den regionalen Grundlagen der Bedarfsplanung und Teil 3 enthält die sogenannten Planungsblätter und dokumentiert den Stand der vertragsärztlichen Versorgung. Fragen der Zulassung vor Ort werden von den jeweiligen Zulassungsausschüssen getroffen.

Am 20.12.12 wurde eine neue Bedarfsplanungs-Richtlinie vom Gemeinsamen Bundesausschuß (G-BA) beschlossen und trat zum 1.01.13 in Kraft.

Die Arztgruppen werden nunmehr in 4 Versorgungsebenen eingeteilt:

die hausärztliche Versorgung

die allgemeine fachärztliche Versorgung

die spezialisierte fachärztliche Versorgung

die gesonderte fachärztliche Versorgung.

Weitere Information der KBV zur Bedarfsplanung an 2013 finden Sie hier.

 

Bedarfsplanungs-Richtlinie

Die Bedarfsplanungs-Richtlinie wird vom G-BA beschlossen (Link G-BA Bedarfsplanungs-Richtlinie), inhaltlich zuständig ist der GBA-Unterausschuß Bedarfsplanung (Bedarfsplanung)

Die Bedarfsplanungs-Richtlinie beinhaltet insbesondere Regelungen zum Bedarfsplan, den Versorgungsebenen, den Arztgruppen, den Planungsbereichen, den Verhältniszahlen (Ärztin/Arzt-Einwohner-Relation).

 

Bewertungsausschuß

Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der ÄrztInnen/PsychotherapeutInnen und Krankenkassen. Ihm gehören je drei von der KVB und vom GKV-Spitzenverband (●GKV) benannte Mitglieder an. Die Geschäftsführung des Bewertungsausschusses wird durch das Institut des Bewertungsausschusses wahrgenommen. Gesetzliche Grundlage des Bewertungsausschusses: § 87 Absatz 1 SGB V. Dort ist in  festgelegt, daß der Bewertungsausschuss den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) und Änderungen dazu sowie Regelungen zur vertragsärztlichen Vergütung beschießt. Die Beschlüsse sind für die KVen und die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und damit auch für die VertragsärztInnen/-psychotherapeutInnen bindend. Die Rechtsaufsicht obliegt dem BMG.  EBM

 

BMV-Ä

Bundesmantelvertrag-Ärzte (Psychotherapie-Vereinbarungen); Krankenkassen: Regionalkassen (AOK), Betriebskrankenkassen, Innungskrankenkassen, landwirtschaftlichen Krankenkassen, See-Krankenkasse Hamburg, Knappschaft Bochum

 

BMV-EKV

Bundesmantelvertrag-Ärzte/Ersatzkassen (Psychotherapie-Vereinbarungen); Ersatzkassen

 

BSNR

Betriebsstättennummer (z. B. 64/7074100) LANR

 

Budget

Festgelegtes maximales Honorarvolumen für die Gesamtvergütung sämtlicher ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen, für eine Fachgruppe (z.B. PsychotherapeutInnen) oder einzelne Personen einer Fachgruppe

 

Budget

Festgelegtes maximales Honorarvolumen für die Gesamtvergütung sämtlicher ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen, für eine Fachgruppe (z.B. PsychotherapeutInnen) oder einzelne Personen einer Fachgruppe

 

Budgetierung

Festlegung einer Arztgruppe (z.B. PsychotherapeutInnen) im HVM oder eines einzelnen Arztes oder Psychotherapeuten auf ein maximales Honorarvolumen.

 

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D3G

Deutsche Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie - Zusammenschluss der früheren DAGG (1 )- Sektionen Analytische Gruppenpsychotherapie, Klinik und Praxis und Intendierte dynamische Gruppenpsychotherapie (gegründet: 2011)

 

DAGG (1)

Der Deutscher Arbeitskreis für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik hat sich
zum 31.12.2011 aufgelöst; aus den früheren Sektionen haben sich eigenständige Organisationen (Vereine) entwickelt:
DFP, DGGO, DG3S und D3G (siehe auch:DAGG [2])

 

DAGG (2)

Im Mai 2012 haben der DFP,die DGGO,die DG3S und - als neues Mitglied - der DAKBT den Deutschen Arbeitskreis für Gruppenarbeit und Gruppenforschung konstituiert

 

DÄVT

Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie

 

DAF

Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Familientherapie - seit 2000 mit der DFS aufgegangen in die DGSF

 

DAKBT

Deutscher Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie DAGG (1) DAGG (2)

 

DDGAP

Deutscher Dachverband Gestalttherapie für approbierte Psychotherapeuten (AGHPT)

 

DFP

Deutscher Fachverband für Psychodrama (vormals Sektion Psychodrama im DAGG [1]); AGHPT DAGG (1) DAGG (2)

 

DFS

Dachverband für Familientherapie und systemisches Arbeiten - seit 2000 mit der (DAF) aufgegangen in die (DGSF)

 

DFT

Deutsche Fachgesellschaft für Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

 

DG3S

Deutsche Gesellschaft für Systemisch-kontruktivistische Beratung, Sozialtherapie und Supervision (vormals Sektion Sozialtherapie und psychosoziale Praxis im DAGG) DAGG (1) DAGG (2)

 

DGÄHAT

Deutsche Gesellschaft für Ärztliche Hypnose und Autogenes Training

 

DGAP

Deutsche Gesellschaft Analytische Psychologie [C.G. Jung]

 

DGAPT

Deutsche Gesellschaft für Analytische Psychotherapie und Tiefenpsychologie (analytischer Fachverband in den neuen Bundesländern)

 

DGfS

Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung

 

DGGO

Deutsche Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsdynamik
(vormals Sektion Gruppendynamik im
DAGG [1]); siehe auch DAGG (2)

 

DGH

Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie

 

DGIK

Deutsche Gesellschaft für integrative Therapie, Gestalttherapie und Kreativitätsförderung (AGHPT)

 

DGIP

Deutsche Gesellschaft Individualpsychologie [A. Adler]

 

DGK

Deutsche Gesellschaft für Körperpsychotherapie  (AGHPT)

 

DGLE

Deutsche Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse (AGHPT)

 

DGPM

Deutsche Deutsche Gesellschaft für Psychotherapeutische Medizin

 

DGPPN

Deutsche Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde

 

DGPR

Deutsche Gesellschaft für Klinische Psychotherapie und Psychosomatische Rehabilitation

 

DGPs

Deutsche Gesellschaft für Psychologie

 

DGPSF

Deutsche Gesellschaft für psychologische Schmerztherapie und -forschung

 

DGPT

Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e. V. (Hamburg). Mit ca. 3.500 größte Fach- und Berufsgesellschaft von PsychoanalytikerInnen (ärztliche und psychologische PsychoanalytikerInnen); Dachverband der vier psychonalytischen Fachgesellschaften DGAP, DGIP, DPG und DPV sowie der Freien Institute (in der DGPT)

 

DGSF

Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (Stand 3/2013: 5.0000 Mitglieder)

 

DGSPS

Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie

 

DGST

Deutsche Gesellschaft für Sandspieltherapie

 

DGTA

Deutsche Gesellschaft für Transaktionsanalyse (AGHPT)

 

DGVT

Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie

 

DKG

Deutsches Krankenhausgesellschaft (www.dkgev.de)

 

DKPM

Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin

 

DPG

Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft; "provisional society of council" der International Psychoanalytic Association/Internationale Psychoanalytische Vereinigung (IPA IPV)

 

DPGG

Deutsche Psychologische Gesellschaft für Gesprächspsychotherapie (AGHPT)

 

DPtV

Deutsche PsychotherapeutenVereinigung. Zusammenschluss der früheren Vereinigung der Kassenpsychotherapeuten und des Deutschen Psychotherapeutenverbandes/DPTV. Mitgliederstärkster Verband v. a. für PP und KJP

bvvp

DPV

Deutsche Psychoanalytische Vereinigung; Zweiggesellschaft der International Psychoanalytic Association/Internationale Psychoanalytische Vereinigung (IPA IPV)

 

DVG

Deutsche Vereinigung für Gestalttherapie (AGHPT)

 

DVT

Deutscher Fachverband für Verhaltenstherapie

 

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Delegationsverfahren

Verfahren, das bis 1999 Diplom-PsychologInnen und KJP die Teilnahme an der GKV-Versorgung mit dem Status eines sog. Heilhilfsberufs erlaubte. Die daran teilnehmenden PsychologInnen und KJP behandelten formal nicht eigenverantwortlich und selbstständig, sondern unter der Verantwortung ärztlicher PsychotherapeutInnen (ÄP). Das PTG beseitigt ab 1.1.1999 diesen Mißstand und schuf die ÄrztInnen gleichberechtigten Heilberufe des PP und KJP

bvvp

DMP

Desease Management Programm: Von den Krankenkassen aufgelegte Programme zum Management von meist schweren Erkrankungen, die bisher zu wenig Beachtung fanden. Beispiel: Diabetes

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Dynamische Psychotherapie (Dührssen)

Methode der TfP: § 14a Abs. 3 Nr. 3 Psychotherapie-Richtlinie

 

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EAP

Europäischer Verband für Psychotherapie = ECP

 

ECP

European Association for Psychotherapy = EAP

 

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EBM

Einheitlicher Bewertungsmaßstab. Bemessungsgröße ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen in Punktzahlen und Zeitwerten. Der EBM wird zwischen KBV und Spitzenverbänden der Krankenkassen im Bewertungsausschuß beschlossen. Dieser ist paritätisch mit Ärzten und Kassenvertretern besetzt.

bvvp

Effektivität (effectiveness)

Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen Wirksamkeit EffizienzEvidenz

 

Effizienz (efficiency)

Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen Wirksamkeit EffektivitätEvidenz

 

EGV

Extrabudgetäre Gesamtvergütung (EGV); im Grunde handelt es sich um eine Etra-MGV. Mittels der EGV können besonders förderungswürdige Leistungen vergütet werden mit dem Vorteil, daß die Werte nicht floaten und auch höhere Punktwerte (Vergütungen) pro Leistung verhandelt werden können. Die Leistungen werden über die KVen abgerechnet und werden direkt von den Kassen für das Quartal erstattet (●MVG Vergütung)

 

Einzugsbereiche

Die Versorgungsbereiche der Bedarfsplanung orientieren sich räumlich an Einzugsbereichen:

  ●Mittelbereiche

  ●Kreise (typisiert nach Mitversorgung in 5 Kreistypen)

  ●Raumordnungsregionen

  ●KV-Bezirke

 

Erstattungs-
psycho-
therapeutIn

 

Erstattungs-

verfahren

Diplom-PsychologInnen, die über keine Kassenzulassung verfügen. Nach Inkrafttreten des PTG (1999): PsychotherapeutInnen ohne Kassenzulassung.

Die in Rechnung gestellten Honorare müßen von den PatientInnen selbst bei ihrer Krankenkasse (GKV) eingereicht werden. Die Gesetzlichen Krankenkassen haben bis 1999 die Aufwendungen insbesondere dann erstattet, wenn VertragspsychotherapeutInnen nicht zur Verfügung stand. Die Erstattungspsychotherapie sollte durch das PTG weitgehend beseitigt werden, was jedoch nicht geschehen ist (Quelle: bvvp mit erheblichen Veränderungen)

 

Evidenz (evidence)

"Evidenz nennt man wissenschaftliche Belege aus gut durchgeführten, hochwertigen wissenschaftlichen Studien, die sorgfältig zur Beantwortung spezifischer Fragen geplant wurden. Für verschiedene Arten von Fragen sind jeweils unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungsmethoden (Studientypen) am besten geeignet, solide Antworten auf diese Fragen zu finden. So sind beispielsweise randomisierte kontrollierte Studien die beste Möglichkeit, um zuverlässige Evidenz über die Wirksamkeit von Behandlungsmaßnahmen (Interventionen) zu bekommen. Dieser Studientyp stellt allerdings nicht für alle denkbaren Fragen die beste Form von Evidenz dar und liefert auch nicht für jede Art von Fragen die besten Antworten. So gibt es z.B. so genannte epidemiologische Studien, die sehr geeignet sind, fundierte Belege für die Ausbreitung von Krankheiten in der Bevölkerung zu erbringen." Wirksamkeit Effektivität Effizienz

IQWiG: Glossar

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Freie Institute
(in der DGPT)

Die Freien Institute stellen neben den vier psychoanalytischen Fachgesellschaften DGAP, DGIP, DPG und DPV als einen Zusammenschluß von derzeit (2013) 17 psychoanalytischen Ausbildungsinstituten dar und stellen etwa 50% der DGPT-Mitglieder 

 

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FachärztInnen für
Psychiatrie

PsychiaterInnen. FachärztInnen für Psychiatrie ohne psychotherapeutische Zusatzausbildung behandeln vorwiegend mit Kurzgesprächen und Psychopharmaka

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FachärztInnen für
Neurologie und Psychiatrie

Nervenärztinnen. Aufgrund der i. d. R. somatisch ausgerichteten Ausbildung hat der besteht oftmals keine spezifische psychotherapeutische Vorbildung. Ohne psychotherapeutische Zusatzausbildung behandeln sie vorwiegend mit Kurzgesprächen und Psychopharmaka

bvvp

FachärztInnen für
Psychiatrie und Psychotherapie

Neue Berufsbezeichnung für FachärztInnen für Psychiatrie (PsychiaterInnen). Aufgrund der in der Weiterbildungsordnung geforderten psychotherapeutischen Vorbildung sind sie zur Teilnahme an der Richtlinien-Psychotherapie berechtigt; dasselbe gilt für NervenärztInnen, die  i. d. R. psychotherapeutisch ausgebildet sind

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Fachärztliche Versorgung

Die Fachärztliche Versorgung beinhaltet 3 Versorgungsbereiche (Bedafsplanung, Versorgung):

Allgemeine fachärztliche Versorgung

Spezialisierte fachärztliche Versorgung

Gesonderte fachärztliche Versorgung

Vierter Versorgungsbereich: Hausärztliche Versorgung

 

Fachausschuß Psychotherapie

Bei den KVen und der KVB gebildetes Gremium. Der Ausschuß besteht aus fünf PP und einer/m KKP sowie Vertretern der ÄrztInnen in gleicher Zahl, die von der Vertreterversammlung aus dem Kreis der Mitglieder ihrer Kassenärztlichen Vereinigung in unmittelbarer und geheimer Wahl gewählt werden. Dem Ausschuß ist vor Entscheidungen der KVen und der KVB in den die Sicherstellung der psychotherapeutischen Versorgung berührenden wesentlichen Fragen rechtzeitig Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben und diese ist in die jeweils zu treffende Entscheidung einzubeziehen (§ 79 SGB V)

 

Fokaltherapie

Methode der TfP: § 14a Abs. 3 Nr. 2 Psychotherapie-Richtlinie

 

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G-BA

Gemeinsamer Bundesausschuß (www.g-ba.de)

Juristische Person des öffentlichen Rechts; gebildet von den vier großen Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung: der Kassenärztlichen Bundesvereinigung KBV und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung KZBV, der Deutschen KrankenhausgesellschaftDKG sowie dem GKV-Spitzenverband SpiBu (die PatientenvertreterInnen sind antrags- jedoch nicht stimmberechtigt). Kernaufgabe: Einheitliche und verbindliche Vorgaben für die konkrete Umsetzung des SGB in der Praxis (v.a. Richtlinien); wichtige Unterausschüsse: Methodenbewertung, Psychotherapie, Qualitätssicherung, Bedarfsplanung; Rechtsaufsicht: Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

 

Gemeinsames Landesgremium

Das Gemeinsame Landesgremium wird in § 90 a SGB V definiert:

(1) Nach Maßgabe der landesrechtlichen Bestimmungen kann für den Bereich des Landes ein gemeinsames Gremium aus Vertretern des Landes, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Landesverbände der Krankenkassen sowie der Ersatzkassen und der Landeskrankenhausgesellschaft sowie weiteren Beteiligten gebildet werden. Das gemeinsame Landesgremium kann Empfehlungen zu sektorenübergreifenden Versorgungsfragen abgeben.

(2) Soweit das Landesrecht es vorsieht, ist dem gemeinsamen Landesgremium Gelegenheit zu geben, zu der Aufstellung und der Anpassung der Bedarfspläne nach § 99 Absatz 1 und zu den von den Landesausschüssen zu treffenden Entscheidungen nach § 99 Absatz 2, § 100 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 3 sowie § 103 Absatz 1 Satz 1 Stellung zu nehmen.

Bayern: Arbeit ab Herbst 2015; Geschäftsstelle: Bayerisches Gesundheits- und Pflegeministerium

(Landesausschüsse Zulassungsausschüsse Bedarfsplanung)

 

Gesprächskreis II
(der Psychotherapie-verbände)

Im Gesprächskreis II haben sich die Verbände Psychologischer PsychotherapeutInnen, Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, sowie  gemischten Verbände (PP, KJP, ÄP) zusammengeschlossenen; die Verbände der ärztlichen PsychotherapeutInnen sind nicht vertretenGK II). Teilnehmende Verbände (Stand 2010):

Arbeitsgemeinschaft Psychotherapeutischer Fachverbände (AGPF)

Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation (AVM)

Berufsverband der approbierten Gruppenpsychotherapeuten (BAG)

Berufsverband der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und

Jugendlichenpsychotherapeuten (BKJ)

Bundesverband der KlinikpsychotherapeutInnen (BVKP)

Berufsverband der Psychologischen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker (BPP) in der DGPT

Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp)

Bundesvereinigung Verhaltenstherapie im Kindes- und Jugendalter (BVKJ)

Deutsche Fachgesellschaft für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (DFT)

Deutscher Fachverband für Verhaltenstherapie (DVT)

Deutsche Gesellschaft für Analytische Psychologie (DGAP)

Deutsche Gesellschaft für Analytische Psychotherapie und Tiefenpsychologie (DGAPT)

Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie (DGH)

Deutsche Gesellschaft für Individualpsychologie (DGIP)

Deutsche Gesellschaft für Körperpsychotherapie (DGK)

Deutsche Gesellschaft für Psychologie - Fachgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie (DGPs)

Deutsche Gesellschaft für psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF)

Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS)

Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie (DGSPS)

Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF)

Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT)

Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPG)

Deutsche Psychologische Gesellschaft für Gesprächspsychotherapie (DPGG)

Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV)

Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV)

Gesellschaft zur Förderung der Methodenvielfalt in der Psychologischen Psychotherapie (GMVPP)

Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP)

Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG)

Milton Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose (M.E.G.)

Neue Gesellschaft für Psychologie (NGfP)

Sektion Analytische Gruppenpsychotherapie im DAGG

Systemische Gesellschaft (SG)

Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (VAKJP)

Verband für Integrative Verhaltenstherapie (VIVT)

Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im BDP (VPP)

 

GFB

Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB): Offizielle Vertretung der FachärztInnen Deutschlands in allen Versorgungsbereichen (ambulant, stationär, Rehabilitation); www.gfb-facharztverband.de

Für 2015 ist der Zusammenschluß mit dem Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) zu einer einheitlichen fachärztlichen Vertretung in Deutschland in einem Dachverband geplant (mit dann über 200.000 FachärztInnen der mitgliederstärkste fachärztliche Verband)

 

GK II

Gesprächskreis II

 

GKV

Gesetzliche Krankenversicherung

 

GKV-Spitzenverband

Siehe (SpiBu)

 

GLED

Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse in Deutschland (AGHPT)

 

GMVPP

Gesellschaft zur Förderung der Methodenvielfalt in der Psychologischen Psychotherapie

 

GNP

Gesellschaft für Neuropsychologie

 

GwG

Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (alt); neuer Name ab 4/2013: Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung (AGHPT)

 

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Gesonderte Fachärztliche Versorgung

Einer von 4 Versorgungsbereichen der Bedarfsplanung. Räumliche Zuordnung/Einzugsbereich: KV-Bezirk. Arztgruppen: HumangenetikerInnen, LaborärztInnen, NeurochirurgInnen, NuklearmedizinerInnen, PathologInnen, Physikalische- und Reha-MedizinerInnen, StrahlentherapeutInnen, TransfusionsmedizinerInnen (siehe auch Versorgung)

 

Gesprächspsychotherapie

Gesprächskreis II; DPGG

 

GOÄ

Gebührenordnung für Ärzte (●GOP)

 

GOP

Gebührenordnung für für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten; § 1 verweist auf die GOÄ

 

Gutachterverfahren
(Richtlinienverfahren GKV)

Nach Abschluß der probatorischen Sitzungen beantragt die/der PatientIn - ergänzt durch entsprechende Formulare (PTV 2, ggf. Konsiliarbericht Konsiliarverfahrn) und einen Bericht der/des Psychotherapeutin/en an die/den GutachterIn - eine Psychotherapie bei der zuständigen Krankenkasse. Die/der GutachterIn entscheidet aufgrund der vorgelegten Unterlagen (anonymisierten Berichts der/s Therapeutin/en über die/den Patientin/en, Konsiliarbereicht und Formular PTV 2) nach Aktenlage über die Notwendigkeit und  Indikation der geplanten psychotherapeutischen Behandlung.

 

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Hausärztliche Versorgung

Einer von 4 Versorgungsbereichen der Bedarfsplanung. Räumliche Zuordnung/Einzugsbereich: Mittelbereiche. Arztgruppen: AllgemeinärztInnen, Praktische ÄrztInnen, Hausärztliche InternistInnen (siehe auch: Fachärztliche Versorgung)

 

HeilpraktikerIn

Neben ÄP, PP, KJP zur Ausübung von heilkundlicher Psychotherapie berechtigte Berufsgruppe ohne staatlich geregelte Ausbildung; auch eine Beschränkung auf das Gebiet der Psychotherapie ist (obwohl gesetzlich nicht vorgesehen) möglich (HP beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie); der Begriff des/r Psychotherapeutin/en (oder ähnlicher Begriffe, die eine Verwechslung erlauben) darf von ihnen nicht geführt werden (PsychotherpeutIn); Ursprünglich war die auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkte Erlaubnis (ab 1985) nur Diplom-PsychologInnen (mit Schwerpunkt Klinische Psychologie)  vorbehalten. Seit 1993 besteht diese Möglichkeit unabhängig vom Grundberuf für BewerberInnen, die die Voraussetzungen des HPG erfüllen (Vollendung des 25.Lebensjahres, polizeiliches Führungszeugnis, Gesundheitsattest und "charakterliche Eignung"); eine psychotherapeutische Aus- oder Fortbildung ist (skandalöserweise) nicht Voraussetzung

 

HP

HeilpraktikerIn

 

HPG

Heilpraktikergesetz (HeilpraktikerIn HP)

 

HVM

Honorarverteilungsmaßstab

 

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IMPP

Das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts und zentrale Einrichtung der Länder, die die  bei der Durchführung der bundeseinheitlichen schriftlichen Prüfungen nach den Approbationsordnungen für Ärzte und Apotheker sowie nach dem Psychotherapeutengesetz unterstützt. So erstellt das IMPP u. a. die Prüfungsaufgaben mit den dazugehörigen Antwortmöglichkeiten dem Psychotherapeutengesetz (PTG)

 

IPA

International Psychoanalytic Association (IPV)

 

IPV

Internationale Psychoanalytische Vereinigung (IPA)

 

IQWiG

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Das Institut erstellt Gutachten mit dem Ziel, Vor- und Nachteile medizinischer Leistungen für PatientInnen objektiv zu überprüfen; Auftraggeber sind ausschließlich der GBA und das BMG. Das IQWiG kann allerdings auch in eigener Verantwortung Themen aufgreifen.

 

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IGeL

Individuelle Gesundheitsleistungen

 

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KBV

Kassenärztliche Bundesvereinigung. 1955 als Rechtsnachfolgerin der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands gegründet (§ 77 Absatz 4 SGB V). Politische Interessensvertretung der VertragsärztInnen und -psychotherapeutInnen auf Bundesebene; die KBV organisiert die flächendeckende wohnortnahe ambulante Gesundheitsversorgung und ist der Dachverband der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen KV(en)

 

KV(en)

Kassenärztliche Vereinigung(en): Derzeit bestehen 17 Kassenärztliche Vereinigungen, deren räumliche Zuständigkeit zumeist mit den Grenzen der Bundesländer übereinstimmen (Ausnahme: Nordrhein und Westfalen-Lippe); Einrichtung der ärztlichen Selbstverwaltung und Körperschaft des öffentlichen Rechts

 

KVB

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns

 

KZBK

Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung

 

KZVK(en)

Kassenzahnärztliche Vereinigung(en)

 

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Katathymes Bilderleben
(Leuner)

Methode der TfP

 

KinderanalytikerIn

AKJP

 

KJP

Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn (AKJP)

 

KJPsychTh-APrV

Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen

 

Konsiliarverfahren

Der Konsiliarbericht, der vor der Aufnahme einer Psychotherapie von PP und KJP einzuholen ist (ÄP können den Bericht selbst erstellen), beinhaltet eine ärztliche Untersuchung mit Angaben zu Beschwerden, psychischem und somatischem Befund, relevanten anamnestischen Daten, medizinischen Diagnosen, Parallelbehandlungen und Befunden, die eine Begleitbehandlung (bzw. Abklärung) erforderlich machen.

 

Kostenerstattungs-verfahren

Ist eine Krankenkasse nicht in der Lage eine notwendige Behandlung ihrer Versicherten rechtzeitig (und in zumutbarer Entfernung vom Wohnort der Versicherten) sicherzustellen (z. B. wegen langer Wartezeiten bei PsychotherapeutInnen am Ort) und sind den Versicherten für eine selbst beschaffte Leistung Kosten entstanden, ist die Krankenkasse nach § 13 Absatz 3 SGB V dazu verpflichtet, die Ausgaben erstatten. In diesem Fall  kann die psychotherapeutische Behandlung auch in einer Privatpraxis (PsychotherapeutIn ohne Kassenzulassung) erfolgen. Über den Umfang von Kostenerstattungsbehandlungen ist kaum etwas bekannt - im Einzelfall werden Behandlungen aber sogar auch von nicht ausreichend qualifizierten Personen (z. B. Diplom-PsychologInnen ohne Approbation, HeilpraktikerInnen) durchgeführt; vgl. Broschüre der BPtK: Kostenerstattung. Ein BPtK-Ratgeber für psychisch kranke Menschen (Stand: April 2012)

 

Kurztherapie

Kurztherapie - nicht zu verwechseln mit Kurzzeitzeittherapie (KZT): Methode der TfP:
§ 14a Abs. 3 Nr.1 Psychotherapie-Richtlinie

 

KZT

Kurzzeittherapie: (Bis zu 25) Stunden VT oder TfP; weitere Informationen dazu finden sich unter dem Menüpunkt Psychotherapie

 

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Landesausschüsse

Die Landesausschüsse werden nach § 90 SGB V gebildet:

(1) Die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Landesverbände der Krankenkassen sowie die Ersatzkassen bilden für den Bereich jedes Landes einen Landesausschuß der Ärzte und Krankenkassen und einen Landesausschuß der Zahnärzte und Krankenkassen. Die Ersatzkassen können diese Aufgabe auf eine im Bezirk der Kassenärztlichen Vereinigung von den Ersatzkassen gebildete Arbeitsgemeinschaft oder eine Ersatzkasse übertragen.

(2) Die Landesausschüsse bestehen aus einem unparteiischen Vorsitzenden, zwei weiteren unparteiischen Mitgliedern, neun Vertretern der Ärzte, drei Vertretern der Ortskrankenkassen, drei Vertretern der Ersatzkassen, je einem Vertreter der Betriebskrankenkassen und der Innungskrankenkassen sowie einem gemeinsamen Vertreter der landwirtschaftlichen Krankenkasse und der Knappschaft-Bahn-See (...).

Die Mitglieder der Landesausschüsse sind an Weisungen nicht gebunden. Aufgaben der Landesausschüsse sind insbesondere die Beratung und ggf. Aufstellung oder Fortentwicklung der Bedarfspläne zur Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung (§ 99 Abs. 3 SGB V), die Feststellung über das Vorliegen oder Drohen einer ärztlichen Unterversorgung und die Feststellung und ggf. Anordnung von Zulassungsbeschränkungen bei Überversorgung (§ 100 SGB V).

Die Landesausschüsse legt anhand der vom G-BA festgelegten Verhältniszahlen fest, ob bestimmte Zulassungsbereiche (Stadt- und Landkreise) ausreichend versorgt, über- oder unterversorgt sind. Das führt zur Sperrung (ab 110%) oder Öffnung des jeweiligen Bereiches.

(siehe auch: Bedarfsplanung Gemeinsames Landesgremium; Zulassungsausschüsse)

 

Landesprüfungsämter

Die organisatorische Abwicklung der Approbationsprüfungen (ÄrztInnen, ApothekerInnen, PsychotherapeutInnen) in den Ländern obliegt dem jeweiligen Landesprüfungsamt. Dort melden sich die Studierenden bzw. AusbildungsteilnehmerInnen zur Prüfung an und erhalten die Zulassung und den Prüfungsbescheid. Zur möglichst einheitlichen und damit die Chancengleichheit wahrenden Durchführung der bundeseinheitlichen Examina arbeiten Landesprüfungsämter und IMPP eng zusammen. Liste der Landesprüfungsämter

 

LANR

Lebenslange Arztnummer

 

LZT

Langzeittherapie. Die Kontingente sind je nach Therapieverfahren (VT, TfP AP), PatientInnen (Erwachsene, Kinder, Jugendliche) und Setting (Einzel-, Gruppenbehandlung) unterschiedlich; weitere Informationen dazu finden sich unter dem Menüpunkt Psychotherapie

 

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M.E.G.

Milton Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose

 

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M. A.

Master of Arts. Studienabschluß in Sozial-, Sprach-, Kultur-, Informations- und Wirtschaftswissenschaften. (B. A. B. Sc.)

wikipedia

M. Sc.

Master of Science. Studienabschluß in Natur-, Human-, Ingenieur-, Wirtschafts-, Ingenieurswissenschaften sowie in Mathematik und (in aller Regel) Informatik. (B. A. B. Sc.)

wikipedia

MGV

Im Wesentlichen werden alle Leistungen der ambulanten Versorgung (nicht stationärer Bereich!) durch die Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) abgedeckt (ca. 75% des von den Kassen zur Verfügung gestellten Volumens). Hinzu kommen die extrabudgetäre Gesamtvergütung (EGV); Vergütung

 

MVZ

Medizinisches Versorgungszentrum

 

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NGfP

Neue Gesellschaft für Psychologie

 

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NervenärztInnen

FachärztInnen für Neurologie und Psychiatrie

 

Niederfrequente Therapie

Methode der TfP: Niederfrequente Therapie in einer längerfristigen haltgewährenden therapeutischen Beziehung (§ 14a Abs. 3 Nr. 4 Psychotherapie-Richtlinie)

 

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OPW

Orientierungspunktwert: siehe Punktwert

 

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PEPP

Pauschalisiertes Entgeltsystem für Psychiatrie und Psychosomatik: Ab 2013 können psychiatrische und psychosomatische Kliniken auf freiwilliger Basis mit Tagespauschalen abrechnen, ab 2015 ist das System verpflichtend anzuwenden.

Informationen: InEK GmbH – Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (PEPP 2013)

 

PhD

Doctor of Philosophy (neulateinisch: philosophiae doctor; auch DPhil). In englischsprachigen Ländern der wissenschaftliche Doktorgrad in fast allen Fächern und der höchste Abschluss des Postgraduiertenstudiums. In diesen Ländern ist der Ph.D.-Abschluss in aller Regel mit der Berechtigung verbunden, an einer Universität zu lehren.

wikipedia

PiA

Psychologische PsychotherapeutInnen in Ausbildung; Achtung: Die Verwendung dieser Bezeichnung durch nichtapprobierte Aus- bzw. WeiterbildungsteilnehmerInnen stellt nach der derzeitigen Rechtslage einen Titelmißbrauch (§ 132 StGB) dar - es hat bereits eine Verurteilung gegeben! (PsychotherapeutInnen)

 

PKV

Private Krankenversicherung

 

Planungsbereiche

Die Planungsbereiche ergeben sich aus der Bedarfsplanungsrichtlinie. Für Bayern hat die KVB eine Tabelle für Bayern erstellt, aus der die Planungsbereiche in Bezug auf die Versorgungsebenen und Arztgruppen hervorgeht. (Bedarfsplanung Bedarfsplanungs-Richtlinie)

 

Versorgungsebene

Planungsbereiche

Anzahl der Bereiche

Zahl der Arztgruppen

Hausärztliche Versorgung

Mittelbereiche

137

1

Allgemeine Fachärztliche Versorgung

 Stadt-/Landkreise bzw. Kreisregionen

 79

10

Spezialisierte Fachärztliche Versorgung

Raumordnungs-einheiten

18

4

Gesonderte Fachärztliche Versorgung

KV-Bezirk

1

8

Quelle: KVB (KVB Forum 3/2013: 8) und vgl. Bedarfsplanungs-Richtlinie 2012: § 7

 

PP

Psychologische PsychotherapeutInnen

 

Probatorische Sitzungen

Zur Abklärung der Voraussetzungen für die Durchführung einer Psychotherapie übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für dafür notwendige Vorgespräche (= probatorische Sitzungen - es gibt auch KollegInnen, die von Probatorik sprechen) pro aufgesuchter/m PsychotherapeutIn:
  ● 5 probatorische Sitzungen bei
KZT (VT, TfP), bei LZT (VT, TfP) und
  ● 8 Sitzungen bei
AP
Die Vorgespräche können von PatientInnen (auch innerhalb eines Quartals) mehrmals bei verschiedenen PsychotherapeutInnen in Anspruch genommen werden (Vorlage der Versichertenkarte)

 

PsychiaterInnen

FachärztInnen für Psychiatrie

 

PsychoanalytikerIn

ÄrztInnen und PP die eine Ausbildung in ÄP und TfP (in seltenen Fällen auch nur eine ÄP) absolviert haben (Richtlinienverfahren); kein geschützter Titel! Als KinderanalytikerInnen werden zumeistAKJP bezeichnet (ebenfalls kein geschützter Titel)

 

Psychoanalytisch begründete Verfahren

Psychoanalytische begründete Verfahren i. S. der Psychotherapie-Richtlinie sind die TfP und die AP (§§ 14 Abs. 2, 14a, 14b)

 

Psychosomatische Grundversorgung

Die psychosomatische Grundversorgung ist in § 11 und 21 ff der Psychotherapie-Richtlinie geregelt. Es besteht die Möglichkeit zu übenden und suggestiven (Autogenes Training, Jacobsonsche Relaxationstherapie, Hypnose) sowie verbalen Interventionen. im ersten Fall soll nur jeweils ein Verfahren pro Behandlungsfall zur Anwendung kommen, i. d. Regel begrenzt auf 12 Sitzungen. Verbale Interventionen unterliegen keiner Begrenzung, dürfen aber nicht neben einer KZT oder LZT erbracht werden (●Psychotherapeutisches Gespräch)

Definition in § 11 Satz 3 Psychotherapie-Richtlinie

Die psychosomatische Grundversorgung umfasst seelische Krankenbehandlung durch verbale Interventionen und durch übende und suggestive Interventionen bei akuten seelischen Krisen, auch im Verlauf chronischer Krankheiten und Behinderungen.

 

Psychotherapeuten-kammer

Der allseits und in verschiedenen Zusammenhängen (BPtK Landespsychotherapeutenkammer) verwendete Begriff ist problematisch: Denn genau handelt es sich um Kammern, deren Mitglieder (Pflichtmitgliedschaft) PP und KJP, nicht aber ÄrztInnen und damit auch ÄP sind. ÄrztInnen sind ihrerseits Pflichtmitglieder der jeweiligen Landesärztekammer

 

PsychotherapeutIn

"Die Bezeichnung "Psychotherapeut" oder "Psychotherapeutin" darf von anderen Personen als Ärzten, Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten nicht geführt werden" (§ 1 Abs. 1 PTG); (PiA); niedergelassene vertragsärztliche und -nichtärztliche PsychotherapeutInnen (PP, KJP) gehören zum Versorgungsbereich der Allgemeinen Fachärztlichen Versorgung

 

Psychotherapeutische Methode

Definition des WBP:

Kriterien einer zur Behandlung einer oder mehrerer Störungen mit Krankheitswert geeigneten Psychotherapiemethode:

● eine Theorie der Entstehung und der Aufrechterhaltung dieser Störung bzw. Störungen und eine Theorie ihrer Behandlung,

● Indikationskriterien einschließlich deren diagnostischer Erfassung,

● die Beschreibung der Vorgehensweise und

● die Beschreibung der angestrebten Behandlungseffekte

(vgl. Psychotherapiemethode)

 

Psychotherapeutische Technik

Definition des WBP:

Eine psychotherapeutische Technik ist eine konkrete Vorgehensweise, mit deren Hilfe die angestrebten Ziele im Rahmen der Anwendung von psychotherapeutischen Methoden und Verfahren erreicht werden sollen, z. B. im Bereich des psychodynamischen Verfahrens: die Übertragungsdeutung zur Bewusstmachung aktualisierter unbewusster Beziehungsmuster, oder in der Verhaltenstherapie: Reizkonfrontation in vivo

Definition in § 7 der Psychotherapie-Richtlinie:

Eine psychotherapeutische Technik ist eine konkrete Vorgehensweise mit deren Hilfe die angestrebten Ziele im Rahmen der Anwendung von Verfahren und Methoden erreicht werden sollen.

 

Psychotherapeutisches Gespräch

Die Ziffer 23220 "Psychotherapeutisches Gespräch (Einzelbehandlung)" gehört nicht zur Psychosomatischen Grundversorgung und kann sowohl von ÄP, wie auch PP und KJP auch neben einer laufenden Psychotherapie (Kapitel 35.1 und 35.2) abgerechnet werden - begrenzt auf 15 Leistungen pro Quartal/PatientIn mit jeweils 10 Minuten, das entspricht 3 Stunden (a 50 Minuten) im Quartal. Es gibt jedoch einen Pferdefuß: Wird die Grundpauschale (Ziffern 23210, 23211, 23212, 23214) am gleichen Tag abgerechnet (Nebeneinanderberechnung - d.h. im Rahmen einer Konsultation), verlängert sich das Gespräch auf 20 Minuten, da die Grundpauschalen bereits ein 10-minütiges Gespräch beinhalten! Ausgehend von einer 50-minütigen Sitzung könnte zu Beginn des Quartals an einem Tag entweder die Grundpauschale und 4 x 23200 abgerechnet werden. Akzeptiert wird aber offensichtlich auch die Angabe verschiedener Uhrzeiten (im Sinne verschiedener Konsultationen mit unterschiedlichen Leistungsinhalten). Kein Problem ergibt sich, wenn die Grundpauschale an einem anderen Datum abgerechnet wird.

 

Psychotherapeutisches Verfahren

Definition des WBP:
Kriterien eines zur Krankenbehandlung geeigneten Psychotherapie-Verfahrens:

eine umfassende Theorie der Entstehung und Aufrechterhaltung von Krankheiten und ihrer Behandlung beziehungsweise verschiedene Theorien der Entstehung und Aufrechterhaltung von Krankheiten und ihrer Behandlung auf der Basis gemeinsamer theoretischer Grundannahmen, und

eine darauf bezogene psychotherapeutische Behandlungsstrategie für ein breites Spektrum von Anwendungsbereichen oder mehrere darauf bezogene psychotherapeutische Behandlungsmethoden für ein breites Spektrum von Anwendungsbereichen, und

● darauf bezogene Konzepte zur Indikationsstellung, zur individuellen Behandlungsplanung und zur Gestaltung der therapeutischen Beziehung

(vgl. Psychotherapieverfahren)

 

Psychotherapie

Unspezifischer, nicht geschützter Begriff für eine unüberschaubare Zahl von (nur in wenigen Fällen wissenschaftlich überprüften) Verfahren zur Behandlung psychischer Erkrankungen

Definition in § 4 Abs. 1-3 der  Psychotherapie-Richtlinie: Übergreifende Merkmale von Psychotherapie

(1) Psychotherapie dieser Richtlinie wendet methodisch definierte Interventionen an, die auf als Krankheit diagnostizierte seelische Störungen einen systematisch verändernden Einfluss nehmen und Bewältigungsfähigkeiten des Individuums aufbauen.

(2) Diese Interventionen setzen eine bestimmte Ordnung des Vorgehens voraus. Diese ergibt sich aus Erfahrungen und gesicherten Erkenntnissen, deren wissenschaftliche Reflexion zur Ausbildung von Behandlungsverfahren und -methoden, die in einen theoriegebunden Rahmen gemäß § 5 Absatz 1 Nummer 1 und § 6 Absatz 1 Nummer 1 eingebettet sind, geführt hat.

(3) In der psychotherapeutischen Intervention kommt, unabhängig von der Wahl des Therapieverfahrens, der systematischen Berücksichtigung und der kontinuierlichen Gestaltung der Therapeut-Patient-Beziehung eine zentrale Bedeutung zu

(vgl. Psychotherapie, heilkundliche Psychotherapie, wissenschaftliche)

 

Psychotherapiemethode

§ 6 Abs. 1 Psychotherapie-Richtlinie: Definition Psychotherapiemethode

Eine zur Behandlung einer oder mehrerer Störungen mit Krankheitswert geeignete Psychotherapiemethode ist gekennzeichnet durch

1.  eine Theorie der Entstehung und der Aufrechterhaltung dieser Störung bzw. Störungen und eine Theorie ihrer Behandlung,

2. Indikationskriterien einschließlich deren diagnostischer Erfassung,

3. die Beschreibung der Vorgehensweise und

4. die Beschreibung der angestrebten Behandlungseffekte

(vgl. Psychotherapeutische Methode)

 

Psychotherapieverfahren

§ 5 Abs. 1Psychotherapie-Richtlinie: Definition Psychotherapieverfahren

Ein zur Krankenbehandlung geeignetes Psychotherapieverfahren ist gekennzeichnet durch

1.  eine umfassende Theorie der Entstehung und Aufrechterhaltung von Krankheiten und ihrer Behandlung oder verschiedene Theorien der Entstehung und Aufrechterhaltung von Krankheiten und ihrer Behandlung auf der Basis gemeinsamer theoriegebundener Grundannahmen,

2.  eine darauf bezogene psychotherapeutische Behandlungsstrategie für ein breites Spektrum von Anwendungsbereichen oder mehrere darauf bezogene psychotherapeutische Behandlungsmethoden für ein breites Spektrum von Anwendungsbereichen und

3.  darauf bezogene Konzepte zur Indikationsstellung, zur individuellen Behandlungsplanung und zur Gestaltung der therapeutischen Beziehung

(vgl. Psychotherapeutisches Verfahren)

 

Psychotherapie, heilkundliche

Unspezifischer, nicht geschützter Begriff für Verfahren, die von den zur Ausübung heilkundlicher Psychotherapie berechtigten Berufsgruppen angewandt werden: ÄP, PP, KJP und HeilpraktikerIn

 

Psychotherapie, wissenschaftliche

Psychotherapieverfahren, die vom WBP wissenschaftlich anerkannt sind: AP, TfP, VT sowie Systemische Therapie, Gesprächspsychotherapie; letztere sind damit berufsrechtlich anerkannt, jedoch nicht (sozialrechtlich) zur kassenärztlichen Versorgung (Richtlinienverfahren) zugelassen.

 

Psychotherapie-
Richtlinie

Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Durchführung der Psychotherapie (Psychotherapie-Richtlinie) in der Fassung v. 19.02.2009 (letzte Änderung: 14.04.2011)

 

Psychotherapie-
Vereinbarungen

Vereinbarungen über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen Versorgung (Anlagen 1 BMV-Ä und BMV-EKV). Gegenstand dieser Vereinbarungen ist die Anwendung von Psychotherapie (VT, TfP, AP sowie psychotherapeutische Maßnahmen im Rahmen der Psychosomatischen Grundversorgung)

● Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen Versorgung (Psychotherapie-Vereinbarung) - Anlage zum Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) in der Fassung v. 7.12.1998 zuletzt geändert am 30.10.2007)

● Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen Versorgung (Psychotherapie-Vereinbarung) - Anlage zum Arzt-/Ersatzkassenvertrag (BMV-EKV) in der Fassung v. 7.12.1998 zuletzt geändert am 30.10.2007)

 

PsychTh-APrV

Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten

 

PTG (PsychthG)

Gesetz über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (Psychotherapeutengesetz - PsychThG)

 

Punktwert

Berechnungsgröße für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen in Cent. Derzeit (2013) liegt der von KBV und den Krankenkassen festgelegte Punktwert bei 3,5363 Cent - regionale Unterschiede sind möglich. Näheres unter: Vergütung OPW

 

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QM

Qualitätsmanagement

 

QS

Qualitätssicherung

 

QZ

Qualitätszirkel

 

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Robert Koch-Institut
(RKI-BMG)

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut (Geschäftsbereich des BMG). Es ist die zentrale Einrichtung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention sowie der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung. Kernaufgaben: Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, (insbesondere Infektionskrankheiten) sowie das die Generierung wissenschaftlicher Erkenntnisse als Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen, so im Bereich der epidemiologischen und medizinischen Analyse und Bewertung von Krankheiten mit hoher Gefährlichkeit, hohem Verbreitungsgrad oder hoher öffentlicher oder gesundheitspolitischer Bedeutung. Das RKI hat spezialgesetzlich zugewiesene Vollzugsaufgaben, vor allem im Bereich des Infektionsschutzes, bei der Konzeption, der inhaltlichen Durchführung und Koordinierung der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) BMG

 

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RCT (-Standard)

Randomized Controlled Trial. Die randomisierte kontrollierte Studie ist heute das Standardverfahren ('Goldstandard') bei der wissenschaftlichen Überprüfung von Hypothesen und dem Nachweis von Wirksamkeit. Es gibt ernstzunehmende Bedenken, entsprechende Nachweise bei Psychotherapie nur auf den RCT-Standard zu stützen, ohne zusätzlich naturalistische (Feld-)Studien angemessen zu würdigen (Quelle: bvvp mit Änderungen)

 

Richtlinien-Psychotherapie

Die in der Psychotherapie-Richtlinie (und Psychotherapievereinbarungen) der GKV geregelten Formen von Psychotherapie, die zur Versorgung zugelassen sind   (Richtlinienverfahren Psychotherapie-Richtlinie)

 

Richtlinienverfahren

Psychotherapieverfahren, die im Rahmen der Kassenärztlichen Versorgung nach der Psychotherapie-Richtlinie als Leistung der GKV erbracht werden können; derzeit (2013) zugelassen sind die Verfahren: AP, TfP, VT (Richtlinien-Psychotherapie Psychotherapie-Richtlinie)

bvvp

RLV

Das Regelleistungsvolumen beschreibt ein Honorarverteilungsverfahren (vgl. HVM), das bei Honorardeckelung für einen garantierten Punktwert für die Leistungsmenge innerhalb der RLV-Grenzen sorgen und Mengenausweitungen einschränken soll. Es wird dabei eine bestimmte reguläre Leistungsmenge (Regelleistung) einer Arztgruppe definiert, die mit einem angemessenen Punktwert vergütet wird. Darüber hinausgehende abgerechnete Leistungen werden dann nur noch mit gestaffeltem Abschlag/Restpunktwerten (meist deutlich unter 1 Cent) vergütet, um solche Ausweitungen unattraktiv zu machen. Auch für PsychotherapeutInnen bestand in früheren Jahren ein RLV, bis Ende 2012 dann ein Minutenbudget (zeitbezogene Kapazitätsgrenze), ab 2013 erfolgt die Vergütung im Rahmen der EGV; Vergütung

bvvp 

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SG

Systemische Gesellschaft

 

SpiBu

Spitzenverband  Bund - auch GKV-Spittzenverband. Zentrale Interessenvertretung der Gesetzlichen Krankenversicherung mit Sitz in Berlin. Vor dem Hintergrund des GKV-WSG wurde von den nunmehr 241 gesetzlichen Krankenkassen der Spitzenverband Bund (SpiBu) gegründet. Der neue Dachverband der Krankenkassen nimmt ab Juli 2008 die Aufgaben der Einzelverbände auf Bundesebene wahr; Der SpiBu ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und untersteht der Aufsicht des Bundesgesundheitsministeriums. Die Verbandsgründung wurde gegen den Willen der Krankenkassen umgesetzt. Vorsitzende des Vorstands: Dr. Doris Pfeiffer (2013)

 

SpiFa

Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (bdpm); 2005/2006 als informeller Gesprächskreis verschiedener fachärztlicher Berufsverbände unter dem Namen "Potsdamer Runde" ins Leben gerufen - mit dem Ziel eines Austauschs über die Anliegen der FachärztInnen.

Für 2015 ist der Zusammenschluß mit der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände(GFB) zu einer einheitlichen fachärztlichen Vertretung in Deutschland in einem Dachverband geplant (mit dann über 200.000 FachärztInnen der mitgliederstärkste fachärztliche Verband). Der Zusammenschluß wurde heute (24.04.15) vollzogen.

 

SPiZ

Spitzenverband ZNS: Zusammenschluß verschiedener Berufsverbände im Bereich Neurologie/Psychiatrie:

Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN), Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN), Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) sowie Berufsverband für Kinder- und Jugendlichen-Psychiatrie und -Psychotherapie (BKJPP).

 

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Seelische Krankheit
(Psychotherapie-Richtlinie)

Definition in der Psychotherapie-Richtlinie: § 2 Seelische Krankheit:

(1) In dieser Richtlinie wird seelische Krankheit verstanden als krankhafte Störung der Wahrnehmung, des Verhaltens, der Erlebnisverarbeitung, der sozialen Beziehungen und der Körperfunktionen. Es gehört zum Wesen dieser Störungen, dass sie der willentlichen Steuerung durch die Patientin oder den Patienten nicht mehr oder nur zum Teil zugänglich sind.

(2) Krankhafte Störungen können durch seelische oder körperliche Faktoren verursacht werden; sie werden in seelischen und körperlichen Symptomen und in krankhaften Verhaltensweisen erkennbar, denen aktuelle Krisen seelischen Geschehens, aber auch pathologische Veränderungen seelischer Strukturen zugrunde liegen können.

(3) Seelische Strukturen werden in dieser Richtlinie verstanden als die anlagemäßig disponierenden und lebensgeschichtlich erworbenen Grundlagen seelischen Geschehens, das direkt beobachtbar oder indirekt erschließbar ist.

(4) Auch Beziehungsstörungen können Ausdruck von Krankheit sein; sie sind für sich allein nicht schon Krankheit im Sinne dieser Richtlinie, sondern können nur dann als seelische Krankheit gelten, wenn ihre ursächliche Verknüpfung mit einer krankhaften Veränderung des seelischen oder körperlichen Zustandes eines Menschen nachgewiesen wurde.

 

Selektivvertrag

Vertrag zwischen Leitungserbringern und Krankenkassen (i. d. R. ohne Beteiligung der KVen), der neben dem üblichen Vertragsbehandlung im Rahmen des Sicherstellungsauftrags der KVen) geschlossen wird. Es gibt ergänzende Selektivverträge (Add-on-Vertrag) oder ersetzende Selektivverträge (Rechtsgrundlage: § 73 ff SGB V); Quelle: bvvp mit Änderungen/Ergänzungen

 

SGB V

Sozialgesetzbuch Fünftes Buch: Gesetzliche Krankenversicherung

 

Sicherstellungsauftrag

Die KVen (analog KZVen) sind verpflichtet, die (ambulante) ärztlich-psychotherapeutische Versorgung der Versicherten sicherzustellen. Dazu zählt ein den Bedarf deckendes Versorgungsangebot sowie die Versorgung zu den sprechstundenfreien Zeiten (Notdienst). Weiter beinhaltet er die Gewährleistung dafür, daß die Versorgung mit den gesetzlichen Vorgaben im SGB V übereinstimmt (vgl. § 72 ff SGB V)

 

Spezialisierte Fachärztliche Versorgung

Einer von 4 Versorgungsbereichen der Bedarfsplanung. Räumliche Zuordnung/Einzugsbereich: Raumordnungsregionen (18 in Bayern). Arztgruppen: AnästhesistInnen, FachinternistInnen, Kinder- und JugendpsychiaterInnen, RadiologInnen (siehe auch Versorgung)

 

STÄKO (2)

Die Ständige Konferenz ärztlicher psychotherapeutischer Verbände ist eine Arbeitsgemeinschaft aller relevanten Verbände ärztlicher Psychotherapeuten

● Zusammenschluss aller Institute in der Bundesrepublik Deutschland, die zum Analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ausbilden (gegründet 1973); ihre Richtlinien beschreiben die Ausbildung zum AKJP als wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren, das bereits seit 1971 Teil der kassen- bzw. vertragsärztlichen Versorgung ist

 

Systemische Therapie

Vom WBP 2008 als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren anerkannt und zur vertieften Ausbildung nach dem PTG empfohlen. Kein im Bereich der kassenärztlichen Versorgung (GKV) zugelassenes Richtlinienverfahren

 

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TfP (auch TP)

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie: Richtlinienverfahren; nicht zu verwechseln mit: TFP (Transferred focussed Psychotherapy); vgl. TiefenpsychologInnen

Besondere Methoden der TfP als Richtlinienverfahren:

Kurztherapie (nicht Kurzzeittherapie: KZT): § 14a Abs. 3 Nr.1 Psychotherapie-Richtlinie

Fokaltherapie: § 14a Abs. 3 Nr. 2

Dynamische Psychotherapie (Dührssen): § 14a Abs. 3 Nr. 3

Niederfrequente Therapie in einer längerfristigen haltgewährenden therapeutischen Beziehung: § 14a Abs. 3 Nr. 4

Katathymes Bilderleben (Leuner)

Definition in der Psychotherapie-Richtlinier (§ 14a Abs. 1 und 2):

(1) Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie umfasst ätiologisch orientierte Therapieformen, mit welchen die unbewusste Psychodynamik aktuell wirksamer neurotischer Konflikte und struktureller Störungen unter Beachtung von Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand behandelt werden.

(2) Eine Konzentration des therapeutischen Prozesses wird durch Begrenzung des Behandlungszieles, durch ein vorwiegend konfliktzentriertes Vorgehen und durch Einschränkung regressiver Prozesse angestrebt. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gelangt auch in jenen Fällen zur Anwendung, in denen eine längerfristige therapeutische Beziehung erforderlich ist.

 

Telematik

Thematisch zusammengehörende Begriffe:

gematik: Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH

gSMC-K: Gerätespezifische Security Module Smartcard, Typ Konnektor
Die gSMC-K ist die den Konnektor innerhalb der Telematikinfrastruktur eindeutig identifizierende fest verbaute Gerätekarte.

gSMC-KT: Gerätespezifische Secure Module Card vom Typ Kartenterminal
Die gSMC-KT ist die das eHealth-Kartenterminal identifizierende versiegelte Gerätekarte und stellt eine dauerhafte Verbindung des Kartenterminals mit dem Konnektor sicher.

HBA: Heilberufsausweis
Der elektronische Heilberufsausweis ist ein personenbezogener Ausweis im Gesundheitswesen, der an Heilberufler ausgegeben wird. Er beinhaltet (neben einer visuellen Ausweisfunktion) die Dienste Authentifizierung, Verschlüsselung sowie elektronische Signatur und ermöglicht den Zugriff auf Daten der elektronischen Gesundheitskarte

HSM-B: Hardware Security Module – Typ B
Der HSM-B ist funktional äquivalent zur SMC-B, kann aber höhere Anforderungen an die Verarbeitungsgeschwindigkeit erfüllen

MobKT: Mobiles Kartenterminal
Das mobile Kartenterminal kommt hauptsächlich außerhalb der Vertragsarztpraxis – z.B. bei Hausbesuchen oder Behandlungen in Heimen – zum Einsatz. Es soll dem Leistungserbringer ermöglichen, außerhalb seiner Vertragsarztpraxis die Versichertenstammdaten seiner Patienten zu Abrechnungszwecken zu erfassen

KT: Kartenterminal
Zu unterscheiden ist zwischen stationären und mobilen Kartenterminals (MobKT).Onlinefähige stationäre Kartenterminals der Telematikinfrastruktur werden auch eHealth-Kartenterminals genannt. Sogenannte eHealth-BCS-Kartenterminals, teilweise auch BCS-Kartenterminals genannt, sind nicht für die Online-Anbindung an die Telematikinfrastruktur geeignet

QES: Qualifizierte elektronische Signatur

SMC-B: Secure Module Card Typ B.
Die SMC-B ist ein Schlüsselspeicher für die privaten Schlüssel, die eine Einheit oder Organisation des Gesundheitswesens (z.B. Praxis, Apotheke, Krankenhaus) ausweisen.Diese Schlüssel dienen als Ausweis gegenüber der eGK und gegenüber anderen Komponentender Telematikinfrastruktur

TI: Telematikinfrastruktur

Quelle: Deutsches Ärzteblatt (2017), Jg. 114 Heft 27–28 (10. Juli 2017): A 1404

 

TiefenpsychologInnen

Eine bislang wenig - mit Inkrafttreten des PTG  - mehr gebräuchliche Bezeichnung für PsychotherapeutInnen, die über eine Ausbildung in TfP verfügen. Früher konnte die Ausbildung inTfP nur in Verbindung mit der AP erworben werden - sogenannte verklammerte Ausbildung zur/m PsychoanalytikerIn

 

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VAKJP

Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten in Deutschland

 

VDK

Die VKD ist eine neue berufpolitische Gruppierung, die im Juli 2012 als Forum im deutschen Ärztenachrichtendienst ihre Gründung erfahren hat. Das Ziel der VKD ist, das deutsche Gesundheitssystem grundlegend zu verändern, um der Arzt-Patientenbeziehung wieder zur von gegenseitigem Vertrauen geprägten Normalität zu verhelfen.

bvvp

VIVT

Verband für Integrative Verhaltenstherapie. Verhaltenstherapeutischer Fachverband in den neuen Bundesländern

bvvp

VPK

Vereinigung Psychotherapeutisch Tätiger Kassenärzte

 

VPP

Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im BDP (BDP AGHPT)

 

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Vergütung

Die Vergütung für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen ergibt sich aus der Multiplikation der für eine Leistung angesetzten EBP-Punkte mit dem jeweils gültigen Punktwert.

Ab 2013 (für voraussichtlich zunächst 4 Jahre) werden psychotherapeutische Leistungen ohne Mengenbegrenzung (Leistungen des EBM-Kapitel 35.2 = genehmigungspflichtige Psychotherapie einschließlich probatorischer Sitzungen 35150) außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung direkt von den den Kassen vergütet. Bei 35.2-Leistungen wird der feste Punktwert allen, bei probatorischen Sitzungen nur den in  § 87 b Abs. 2 Satz 3 SGB V genannten Arztgruppen (PP, KJP, der Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, der Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, der Fachärzte für Nervenheilkunde, der Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie der ausschließlich psychotherapeutisch tätigen Ärzte) gezahlt

 

Verhältniszahlen

Die Bedarfsplanungs-Richtlinie gibt das Verhältnis zwischen Ärztin/Arzt und EinwohnerIn bezogen auf bestimmte Arztgruppen der Versorgungsebenen vor.

 

Verhältniszahlen

Die allgemeine bedarfsgerechte Verhältniszahl für HausärztInnen je EinwohnerIn beträgt 1: 1,671

Für die Allgemeine Fachärztliche Versorgung ergeben sich je nach Kreistyp folgende Verhältniszahlen

Versorgungsebene

TYP 1
(stark mitver-sorgend)

TYP 2
(Dualver-sorgung)

TYP 3
(stark mitversorgt)

TYP 4
(mitversorgt)

TYP 5
(Eigen-versorgung)

AugenärztInnen

 13.399

 20.229

 24.729

 22.151

 20.664

ChirurgInnen

 26.230

 39.160

 47.479

 42.318

 39.711

FrauenärztInnen

(Bezug: weibl. Bevölkerung)

 3.733

 5.619

 6.606

 6.371

 6.042

HautärztInnen

 21.703

 35.704

 42.820

 41.924

 40.042

HNO-ÄrztInnen

 17.675

 26.943

 34.470

 33.071

 31.768

NervenärztInnen

 13.745

 28.921

 33.102

 31.938

 31.183

OthopädInnen

 14.101

 22.298

 26.712

 26.281

 23.813

PsychotherapeutInnen

 3.079

 7.496

 9.103

 8.587

 5.953

UrologInnen

 28.476

 45.200

 52.845

 49.573

 47.189

KinderärztInnen

(Bezug: unter 18-jährige)

 2.405

 3.587

 4.372

3.990 

 3.859

Quelle: Bedarfsplanungs-Richtlinie 2012: § 12 Abs. 4

Anmerkung: Diese Zahlen sind nach wie vor statistischer Art - haben also mit der tatsächlichen Versorgung nur bedingt etwas zu tun. Daher finden Sie hier auch einen Vergleich der zuvor gültigen Verhältniszahlen: Verhältniszahlen – vor und nach in Krafttreten der Bedarfs-Richtlinie des G-BA 2012 (Word-Dokument des Autors). An der absurden Planungsgrundlage (für die Ermittlung wurden vor 2013 die Zahlen der im Jahr 1999 zugelassenen PsychotherapeutInnen verwendet!) hat sich bis heute nichts geändert - auch in der Bedarfsplanungsrichtlinie 2012 - Anlage 5 Ermittlung der Verhältniszahlen: § 7 werden die Zahlen von 1999 zugrunde gelegt. Daß sich die Verhältniszahlen sich dennoch (dramatisch) geändert haben, liegt an der Veränderung anderer Faktoren (z. B. geänderte Raumgliederung).

 

Verhaltenstherapeut

ÄrztInnen, PP oder KJP, die eine Verhaltenstherapie (Richtlinienverfahren) absolviert haben

 

Versorgung, Versorgungsebenen, (Versorgungsbereiche)

Siehe unter:

Hausärztliche Versorgung

Fachärztliche Versorgung:

Allgemeine fachärztliche Versorgung

Spezialisierte fachärztliche Versorgung

Gesonderte fachärztliche Versorgung

 

Versorgungsebenen

Siehe unter Versorgung

 

Vertrags-
psychotherapeutInnen

ÄP,PP oder KJP, die über eine von der GKV anerkannte Psychotherapieausbildung (Richtlinienverfahren) verfügen und von der jeweiligen KV (bzw. Zulassungsausschuß (Quelle: bvvp mit erheblichen Veränderungen)

 

VT

Verhaltenstherapie: Richtlinienverfahren TfP AP

Definition nach der Psychotherapie-Richtlinie (§15 Abs. 1-3):

(1) Die Verhaltenstherapie als Krankenbehandlung umfasst Therapieverfahren, die vorwiegend auf der Basis der Lern- und Sozialpsychologie entwickelt worden sind. Unter den Begriff „Verhalten" fallen dabei beobachtbare Verhaltensweisen sowie kognitive, emotionale, motivationale und physiologische Vorgänge. Verhaltenstherapie im Sinne dieser Richtlinie erfordert die Analyse der ursächlichen und aufrechterhaltenden Bedingungen des Krankheitsgeschehens (Verhaltensanalyse). Sie entwickelt ein entsprechendes Störungsmodell und eine übergeordnete Behandlungsstrategie, aus der heraus die Anwendung spezifischer Interventionen zur Erreichung definierter Therapieziele erfolgt.

(2) Aus dem jeweiligen Störungsmodell können sich folgende Schwerpunkte der therapeutischen Interventionen ergeben:

1. Stimulus-bezogene Methoden (z. B. systematische Desensibilisierung),

2. Response-bezogene Methoden (z. B. operante Konditionierung, Verhaltensübung),

3. Methoden des Modelllernens,

4. Methoden der kognitiven Umstrukturierung (z. B. Problemlösungsverfahren, Immunisierung gegen Stressbelastung),

5. Selbststeuerungsmethoden (z. B. psychologische und psychophysiologische Selbstkontrolltechniken).

(3) Die Komplexität der Lebensgeschichte und der individuellen Situation der oder des Kranken erfordert eine Integration mehrerer dieser Interventionen in die übergeordnete Behandlungsstrategie.

 

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Wartezeit
(Psychotherapie GKV)

In der Fachöffentlichkeit (also unter PsychotherapeutInnen) kursiert nach wie vor die Auffassung, nach einer abgeschlossenen Therapie müsse grundsätzlich eine Wartezeit von zwei Jahren vor einer erneuten Antragstellung (Psychotherapie ) eingehalten werden. Dies ist eindeutig falsch. Zwar muß die/der TherapeutIn auf einem Formblatt (PTV2: Angaben des Therapeuten zum Antrag des Versicherten bzw. zum Bericht an den Gutachter) ankreuzen, ob "innerhalb der letzten 2 Jahre (...) bereits eine Psychotherapie durchgeführt" wurde. Das spielt jedoch nur insoweit eine Rolle, als nach der vorhergehenden Therapie jetzt eine Kurzzeittherapie durchgeführt werden soll: Für den Fall, daß dies innerhalb der Zweijahresfrist geschieht, ist in jedem Fall ein Bericht an die/den GutachterIn zu schreiben. Hintergrund: Erfahrene PsychotherapeutInnen sind bei Kurzzeittherapien von der Gutachterpflicht befreit, sie müssen also in diesem Fall keinen Bericht schreiben (die Begutachtung entfällt); verhindert werden soll mit der Regelung, daß Kurzzeittherapien (ohne Einschaltung der GutachterInnen) aneinandergereiht werden (vgl. Psychotherapie-Vereinbarungen § 11 Abs. 4)

 

WBP

Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie

 

Wirksamkeit
(efficiacy)

Therapeutische Wirksamkeit bzw. Wirkpotential unter Studien- bzw. Idealbedingungen EffektivitätEffizienz Evidenz

 

Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie

Der WBP wird von der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und der Vertretung der ärztlichen PsychotherapeutInnenen in der Bundesärztekammer (BÄK) gebildet. Er besteht aus zwölf Mitgliedern: Sechs von der BÄK (Bereiche Psychiatrie & Psychotherapie, Psychosomatische Medizin & Psychotherapie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie) und sechs von der BPtK berufene Mitglieder (PP und KJP); Rechtsgrundlage des WBP: § 11 PsychThG

 

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ZI
(Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung)

Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland. Das ZI der KBV unterstützt die KBV bei der Erfüllung ihres Auftrages eine qualitativ gute ärztlich-psychotherapeutische Versorgungssituation in ganz Deutschland zu gewährleisten. Dies geschieht in Form von wissenschaftlichen Analysen, Studien, Software und weiteren Services. Durch praxisbezogene Forschung wird dafür gesorgt, daß Daten über die aktuelle und zukünftige ambulante Versorgungssituation vorliegen, beispielsweise zu den Fragen:

● Wie wirkt sich der demografische Wandel auf die Anzahl und regionale Lage der Arztpraxen aus?

● Welche Erkrankungen werden wie häufig diagnostiziert?

● Welche Arzneimittel werden in welchem Umfang verordnet?

● Wie lässt sich die Versorgung möglichst wirtschaftlich gestalten?

 

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Zeitbezogene Kapazitätsgrenze (Minutenbudget)

Bis Ende 2012 galt zur Leistungsbegrenzung – statt des früheren RLV – eine zeitbezogene Kapazitätsgrenze der PsychotherapeutInnen im Quartal jeweils erbrachten (psychotherapeutischen) Leistungen. Ab 2013 gilt eine neue Regelung: Vergütung

 

Zulassungsausschüsse

Die Zulassungsausschüsse bestehen aus Vertretern der ÄrztInnen und der Krankenkassen in gleicher Zahl und sind - ungeachtet der Tatsache, daß ihre Geschäfte bei den Kassenärztlichen Vereinigungen geführt werden - an Weisungen nicht gebunden. Sie entscheiden über alle Fragen der Zulassung. Die Beschlüsse des Landesausschusses (z. B. Zahl der Freien Sitze) sind bindend für die Zulassungsschüsse (§ 96 SGB V) 

 

Zusatztitel Psychoanalyse

Ärztlicher Zusatztitel (hier:  Psychoanalyse), der von FachärztInnen nach entsprechender  Zusatzweiterbildung (gemäß der Bestimmungen der jeweiligen Weiterbildungsordnung und -richtlinie der zuständigen Landesärztekammer) geführt werden darf

 

Zusatztitel Psychotherapie

Ärztlicher Zusatztitel (hier: Psychotherapie), der von FachärztInnen nach entsprechender  Zusatzweiterbildung (gemäß der Bestimmungen der jeweiligen Weiterbildungsordnung und -richtlinie der zuständigen Landesärztekammer) geführt werden darf; die Weiterbildung erfolgt entweder in der Grundorientierung Psychodynamische/tiefenpsychologische Psychotherapie oder Verhaltenstherapie

 

Bundesmantelvertrag – Ärzte (BMV-Ä)

vom 1. Oktober 2013

§ 1a Begriffsbestimmungen (Glossar)

Für die Anwendung des Vertrages gelten ergänzend zu Definitionen in den einzelnen Vorschriften die nachfolgenden Begriffsbestimmungen:

1. Die nachstehenden Bezeichnungen "Vertragsarzt / Vertragspsychotherapeut, Arzt oder Psychotherapeut" werden einheitlich und neutral für Vertragsärzte und Vertragsärztinnen, Vertragspsychotherapeuten und Vertragspsychotherapeutinnen, Ärzte und Ärztinnen sowie Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen verwendet.

2. Arzt: Im jeweiligen Regelungszusammenhang entweder Vertragsarzt, ermächtigter Arzt, angestellter Arzt oder Assistent.

3. Psychotherapeut: Psychotherapeut entspricht der Definition in § 28 Abs. 3 SGB V; danach sind „Psychotherapeuten" Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Im jeweiligen Sachzusammenhang kann der Begriff „Psychotherapeut" Vertragspsychotherapeut, angestellter Psychotherapeut, ermächtigter Psychotherapeut bedeuten.

4. Vertragsarzt/Vertragspsychotherapeut: Arzt oder Psychotherapeut im vollen Zulassungsstatus oder mit Teilzulassung (s. 4a).

4a. Teilzulassung: In § 19a Ärzte-ZV geregelter hälftiger Versorgungsauftrag.

5. Ermächtigter Arzt oder Psychotherapeut: Arzt oder Psychotherapeut im Ermächtigungsstatus gemäß § 116 SGB V (Krankenhausarzt) oder gemäß § 119b Absatz 1 Satz 4 SGB V (Heimarzt) oder § 31, § 31a Ärzte-ZV (ermächtigter Arzt) oder § 24 Abs. 3 Satz 3 Ärzte-ZV (zur weiteren Tätigkeit ermächtigter Arzt).

6. Medizinisches Versorgungszentrum: Eine nach § 95 Abs. 1 SGB V zugelassene ärztlich geleitete Einrichtung sowie im Sinne der Bezeichnung eine Einrichtung nach § 311 Abs. 2 SGB V.

7. Ermächtigte ärztlich geleitete Einrichtung: Eine ärztlich geleitete Einrichtung im Ermächtigungsstatus gemäß §§ 117 ff. SGB V bzw. § 31 Ärzte-ZV.

7a. Ermächtigte Pflegeeinrichtung: Stationäre Pflegeeinrichtung nach § 119b Absatz 1 Satz 3 SGB V.

8. Angestellter Arzt/angestellter Psychotherapeut: Arzt mit genehmigter Beschäftigung in einer Arztpraxis oder einem Medizinischen Versorgungszentrum ge-mäß § 95 Abs. 9 SGB V bzw. § 95 Abs. 1 SGB V; dasselbe gilt für Psychotherapeuten.

9. Assistenten: Weiterbildungs- oder Sicherstellungsassistenten gemäß § 32 Abs. 2 Ärzte-ZV; dasselbe gilt für Psychotherapeuten; sie können auch als Ausbildungsassistenten gemäß § 32 Abs. 2 Ärzte-ZV i.V.m. § 8 Abs. 3 PsychThG beschäftigt sein.

10. Belegarzt: Vertragsarzt mit Versorgungsstatus am Krankenhaus gemäß § 121 Abs. 2 SGB V.

11. Tätigkeitsformen: Tätigkeitsformen in der vertragsärztlichen Versorgung sind Kooperationsformen in Form von Berufsausübungsgemeinschaften, Teilberufsausübungsgemeinschaften, Leistungserbringergemeinschaften, auch in KV-bereichsübergreifender Form (Definitionen s. Nrn. 12 bis 15).Bundesmantelvertrag – Ärzte (BMV-Ä)8

12. Berufsausübungsgemeinschaft: Rechtlich verbindliche Zusammenschlüsse von Vertragsärzten oder/und Vertragspsychotherapeuten oder Vertragsärzten/Vertragspsychotherapeuten und Medizinischen Versorgungszentren oder Medizinischen Versorgungszentren untereinander zur gemeinsamen Ausübung der Tätigkeit.

12a. Berufsausübungsgemeinschaften sind nicht Praxisgemeinschaften, Apparategemeinschaften oder Laborgemeinschaften und andere Organisationsgemeinschaften.

13. Teilberufsausübungsgemeinschaft: Teilberufsausübungsgemeinschaften sind im Rahmen von § 33 Abs. 3 Satz 2 Ärzte-ZV i.V.m. § 15a Abs. 5 erlaubte auf einzelne Leistungen bezogene Zusammenschlüsse zu Berufsausübungsgemeinschaften bei Vertragsärzten, Vertragspsychotherapeuten und Medizinischen Versorgungszentren in Entsprechung zu der vorstehenden Nr. 12.

14. Leistungserbringergemeinschaft: Eine bundesmantelvertraglich bestimmte Form der Zusammenarbeit von Vertragsärzten, insbesondere im Bereich der medizinisch-technischen Leistungen gemäß § 15 Abs. 3 BMV-Ä als Sonderfall der Leistungszuordnung im Rahmen der persönlichen Leistungserbringung.

14a. Laborgemeinschaften sind Gemeinschaftseinrichtungen von Vertragsärzten, welche dem Zweck dienen, laboratoriumsmedizinische Analysen regelmäßig in derselben gemeinschaftlich genutzten Einrichtung zu erbringen.

15. KV-bereichsübergreifende Tätigkeit: Eine KV-bereichsübergreifende Berufsausübung liegt vor, wenn der Arzt

1. gleichzeitig als Vertragsarzt mit zwei Teilzulassungen nach § 19a Ärzte-ZV oder als Vertragsarzt und gemäß § 24 Ärzte-ZV ermächtigter Arzt an einem weiteren Tätigkeitsort (Zweigpraxis) in Bereichen von mindestens zwei Kassenärztlichen Vereinigungen tätig ist; dasselbe gilt für ein Medizinisches Versorgungszentrum, wenn es in Bereichen von mindestens zwei Kassenärztlichen Vereinigungen an der vertragsärztlichen Versorgung teilnimmt;

2. als Beteiligter einer Berufsausübungsgemeinschaft tätig ist, deren Vertragsarztsitze (Orte der Zulassung) in Bereichen von mindestens zwei Kassenärztlichen Vereinigungen gelegen sind (§ 33 Abs. 2 Satz 2 Ärzte-ZV);

3. als Vertragsarzt an seinem Vertragsarztsitz und als Beteiligter einer Berufsausübungsgemeinschaft oder Teilberufsausübungsgemeinschaft (§ 33 Abs. 2 Satz 3 Ärzte-ZV) an einem weiteren Tätigkeitsort im Bereich einer weiteren Kassenärztlichen Vereinigung tätig ist;

4. als zugelassener Vertragsarzt gleichzeitig als angestellter Arzt in einer Arztpraxis und/oder einem Medizinischen Versorgungszentrum im Bereich einer weiteren Kassenärztlichen Vereinigung tätig ist;

5. als angestellter Arzt in einer Arztpraxis und/oder eines Medizinischen Versorgungszentrums in Bereichen von mindestens zwei Kassenärztlichen Vereinigungen tätig ist.

Die vorstehenden Definitionen gelten auch für Vertragspsychotherapeuten und angestellte Psychotherapeuten. Ebenso können Medizinische Versorgungszentren in KV-bereichs-übergreifenden Tätigkeitsformen zusammenwirken.

16. Vertragsarztsitz: Ort der Zulassung für den Vertragsarzt oder Vertragspsychotherapeuten oder das Medizinische Versorgungszentrum.

17. Tätigkeitsort: Ort der ärztlichen oder psychotherapeutischen Berufsausübung oder Versorgung durch ein Medizinisches Versorgungszentrum, der als Betriebsstätte oder Nebenbetriebsstätte zulässigerweise ausgewiesen ist.

18. Arztpraxis: Tätigkeitsort des Vertragsarztes oder Vertragspsychotherapeuten an seiner Betriebsstätte, der auch die Nebenbetriebsstätten der Arztpraxis einschließt. Arztpraxis in diesem Sinne ist auch die Berufsausübungsgemeinschaft oder ein Medizinisches Versorgungszentrum.

19. Zweigpraxis: Genehmigter weiterer Tätigkeitsort des Vertragsarztes oder die Nebenbetriebsstätte eines Medizinischen Versorgungszentrums (vgl. Nr. 22).

20. Ausgelagerte Praxisstätte: Ein zulässiger nicht genehmigungsbedürftiger, aber anzeigepflichtiger Tätigkeitsort des Vertragsarztes, Vertragspsychotherapeuten oder eines Medizinischen Versorgungszentrums in räumlicher Nähe zum Vertragsarztsitz (vgl. § 24 Abs. 5 Ärzte-ZV); ausgelagerte Praxisstätte in diesem Sinne ist auch ein Operationszentrum, in welchem ambulante Operationen bei Versicherten ausgeführt werden, welche den Vertragsarzt an seiner Praxisstätte in Anspruch genommen haben.

21. Betriebsstätte: Betriebsstätte des Vertragsarztes oder Vertragspsychotherapeuten oder des Medizinischen Versorgungszentrums ist der Vertragsarztsitz. Betriebsstätte des Belegarztes ist auch das Krankenhaus. Betriebsstätte des ermächtigten Arztes ist nach Nr. 5 der Ort der Berufsausübung im Rahmen der Ermächtigung. Betriebsstätte des angestellten Arztes ist der Ort seiner Beschäftigung. Betriebsstätte einer Berufsausübungsgemeinschaft sind die örtlich übereinstimmenden Vertragsarztsitze der Mitglieder der Berufsausübungsgemeinschaft, bei örtlich unterschiedlichen Vertragsarztsitzen der Mitglieder der Berufsausübungsgemeinschaft ist Betriebsstätte der gewählte Hauptsitz im Sinne von § 15a Abs. 4 BMV-Ä bzw. § 33 Abs. 3 Satz 3 Ärzte-ZV.

22. Nebenbetriebsstätte: Nebenbetriebsstätten sind in Bezug auf Betriebsstätten zulässige weitere Tätigkeitsorte, an denen der Vertragsarzt, der Vertragspsychotherapeut, der angestellte Arzt und die Berufsausübungsgemeinschaft oder ein Medizinisches Versorgungszentrum neben ihrem Hauptsitz an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen.

23. Versorgungsauftrag: Der inhaltliche und zeitliche sowie fachliche Umfang der Versorgungspflichten von Vertragsärzten, Vertragspsychotherapeuten und Medizinischen Versorgungszentren.

24. Persönliche Leistungserbringung: Die durch gesetzliche und vertragliche Bestimmungen näher geregelte Verpflichtung des Vertragsarztes bzw. angestellten Arztes zur unmittelbaren Erbringung der vorgesehenen medizinischen Leistungen, auch im Rahmen zulässiger Delegationen.

25. Persönliche Leitung der Arztpraxis: Voraussetzungen, nach denen bei in der Arztpraxis beschäftigten angestellten Ärzten im Hinblick auf deren Zahl, Tätigkeitsumfang und Tätigkeitsinhalt sichergestellt ist, dass der Praxisinhaber den Versorgungsauftrag im notwendigen Umfang auch persönlich erfüllt und dafür die Verantwortung übernehmen kann.

26. Präsenzpflicht: Der zeitliche Umfang des Zur-Verfügung-Stehens des Vertragsarztes/Vertragspsychotherapeuten bzw. der Ärzte / Psychotherapeuten des Medizinischen Versorgungszentrums am Vertragsarztsitz und gegebenenfalls Nebenbetriebsstätten, in Form von angekündigten Sprechstunden.

27. Kennzeichnungen: Verfahren oder Formen (nach Nrn. 28 bis 33), mit denen die an der vertragsärztlichen Versorgung Teilnehmenden nach Maßgabe der näheren vertraglichen Bestimmungen die ärztlich erbrachten und/oder verordneten Leistungen sowie den Ort der Leistungserbringung kennzeichnen.

28. Behandlungsfall: Die gesamte von derselben Arztpraxis (Nr. 18) innerhalb desselben Kalendervierteljahres an demselben Versicherten ambulant zu Lasten derselben Krankenkasse vorgenommene Behandlung gilt jeweils als Behandlungsfall; Behandlungsfälle beziehen sich auf die Rechtsbeziehungen zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen im Abrechnungswesen.

29. Betriebsstättenfall: Die gesamten innerhalb desselben Kalendervierteljahres in derselben Betriebsstätte oder Nebenbetriebsstätte bei demselben Versicherten zu Lasten derselben Krankenkasse vorgenommenen Behandlungsleistungen gelten jeweils als Betriebsstättenfall. Ein Betriebsstättenfall liegt auch vor, wenn die ärztlichen Leistungen bei demselben Versicherten von einem angestellten Arzt des Vertragsarztes oder einem angestellten Arzt des Medizinischen Versorgungszentrums in einer Betriebsstätte oder Nebenbetriebsstätte erbracht werden und von diesem nicht selbst, sondern dem Träger der Betriebsstätte abgerechnet werden. Werden von demselben Arzt bei demselben Versicherten ärztliche Leistungen an unterschiedlichen Betriebsstätten erbracht, in welchen der Arzt in einem jeweils unterschiedlichen vertragsarzt-rechtlichen Status tätig ist (Vertragsarzt, angestellter Arzt, Arzt im Medizinischen Versorgungszentrum, ermächtigter Arzt, Arzt in genehmigter Berufsausübungsgemeinschaft), liegt jeweils ein gesonderter Betriebsstättenfall (insoweit auch ein gesonderter Behandlungsfall nach Nr. 28) vor. Ein jeweils gesonderter Betriebsstättenfall liegt auch vor, wenn ein Vertragsarzt an zwei Orten gemäß § 19a Ärzte-ZV zugelassen ist.

30. Arztfall: Alle Leistungen bei einem Versicherten, welche durch denselben Arzt unabhängig vom vertragsarztrechtlichen Status in der vertragsärztlichen Versorgung in demselben Kalendervierteljahr und unabhängig von der Betriebsstätte/Nebenbetriebsstätte zu Lasten derselben Krankenkasse erbracht werden.

30a. Leistungsfall: Ein Leistungsfall liegt vor, sofern im Behandlungsfall oder im Arztfall mindestens eine Leistung eines definierten Leistungskataloges abgerechnet worden ist.

31. Arztnummer: Eine nach § 37a BMV-Ä vorgeschriebene Kennzeichnung der Vertragsärzte und sonstiger Ärzte und entsprechend Psychotherapeuten. Die Arztnummer ist unabhängig vom Status oder der Betriebsstätte gültig.

32. Betriebsstättennummer: Eine nach § 37a BMV-Ä vorgeschriebene Kennzeichnung von Betriebsstätten- und Nebenbetriebsstätten. Die Betriebsstättennummer ermöglicht die Zuordnung ärztlicher Leistungen zum Ort der Leistungserbringung.

33. Arztpraxisübergreifende Behandlung: Arztfall in zwei oder mehreren Arztpraxen. Die Bestimmung eines arztpraxisübergreifenden Behandlungsfalls dient als Grundlage für besondere einzelne Abrechnungsregelungen im EBM,

34. Versichertenkarte: Versichertenkarte ist der Oberbegriff für die elektronische Gesundheitskarte bzw. die Krankenversichertenkarte.

Anmerkung: Hervorhebungen (Fettdruck) v. Administrator.

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Praxis für Psychoanalyse und Psychotherapie - Dr. Jürgen Thorwart

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